4:3 n.P. – Nach 25 Siegen in Folge bricht der VSV die Siegesserie des Meisters!

Am Sonntag fand für den VSV die zweite Saisonbegegnung mit dem amtierenden Meister aus Wien auf dem Programm. Während sich unsere Adler am 1. Oktober noch mit 1:3 geschlagen geben musste, wollte man die “Caps” zu Hause ärgern und als erstes Team der Erste Bank Eishockey-Liga gegen die Wiener gewinnen, nachdem diese vor der Partie in der Villacher Stadthalle bei 25 saisonübergreifenden Siegen in der EBEL hielten. Die Adler waren motiviert, diese Serien zu brechen, musste in der Offensive jedoch auf Walter, Jennes und Alagic verzichten. 

Die Partie startete mit hohem Tempo und beide Mannschaften wollten dem Spiel von Beginn an ihren Stempel aufdrücken. Dennoch war es der VSV, der in den ersten Minuten die bessere Mannschaft. Die Adler machten von Beginn an Druck und die ersten gefährlichen Chancen gehörten auch den blau-weißen. In der sechsten Minute war es dann Kyle Beach, der die Wiener mit einem Schuss an die Stange wachrüttelte. Die ersten guten Angriffe der Gäste führten jedoch schnell zu einem Konter der Adler, der nach kurzer Zeit in der siebten Minute Früchte trug. Sam Antonitsch hämmerte den Puck nach Pass von Beach aus kurzer Distanz ins Kreuzeck und brachte die Stadthalle somit zum beben – erstes Saisontor für den jungen Wiener im VSV-Dress. Nach dem Tor des VSV machten die Adler weiter Druck und hatten durch Benji Petrik, Schlacher und Flick auch gleich die Chance auf das 2:0. Diese wurde jedoch nicht genutzt und so kamen auch die Wiener zu immer besseren Chancen, die VSV-Verteidigung und Schlussmann David Kickert ließen jedoch nichts zu. Der VSV überstand auch eine Unterzahl ohne Folgen und wurde in der Offensive u.a. durch Brunner immer wieder gefährlich. Die Zuseher sahen eine starke Leistung der Adler gegen den Tabellenführer und zur Parite, die auf Augenhöhe lief, lieferten sich Flick und Philippe Lakos auch noch einen Fight, der zwar unentschieden ausging, die Spieler beider Mannschaften und auch die Fans aber weiter motivierte. Der VSV ging mit der knappen 1:0 Führung in die erste Pause.

Zu Beginn des zweiten Drittel versäumte es der VSV, noch einen Treffer draufzusetzen. Die Wiener waren angreifbar und nicht so dynamisch wie noch in den ersten 20 Minuten, leider konnten aber auch die Adler in dieser Zeit keine Akzente in der Offensive setzen. Ein Powerplay in der 25. Minute konnte nicht genutzt werden, eine weiteres Überzahlspiel, eine Minute später brachte zwar ein Tor, leider war dies jedoch ein Shorthander der “Caps”, die durch Fischer in der 29. Minute zum 1:1 ausglichen. Die Wiener nutzten das Momentum, drehten auf und trafen lediglich eine Minute und 15 Sekunden später zum 1:2. Nach dem Doppelschlag der Gäste konnten sich die Adler wieder fangen, womit die letzten zehn Minuten im zweiten Abschnitt ausgeglichen zu Ende gingen. Niki und Benji Petrik, sowie Schlacher hatten noch gute Möglichkeiten für die Adler – ein Powerplay bliebt ungenutzt. Damit ging es mit einem 1:2 Rückstand für die Adler in die zweite Drittelpause.

Der dritte Abschnitt hatte dann wieder alles zu bieten, was sich ein Eishockey-Fan wünscht. Während das Drittel ähnlich ausgeglichen begann, wie das vorherige aufhörte, nahm der VSV immer mehr das Ruder in die Hand und man erarbeitete sich die besseren Chancen. In der 47. Minute scheiterten unsere Adler noch knapp am Ausglich, zwei Minuten später war das 2:2 dann endlich geglückt. Glenn traf nach Pass von Sarauer und Schlacher mit einem Distanzschuss. In weitere Folge bekamen die Zuseher in der Stadthalle eine munteres Auf und Ab zu sehen – beide Mannschaften hatten gute Torchancen, Tuokkola und Kickert ließen sich jedoch nichts zu schulden kommen. Acht Minuten vor Schluss war eine Strafe gegen Wien angezeigt, als Kickert das Tor für einen sechsten Feldspieler verließ. Der VSV arbeitete sich von hinter dem eigenen Tor nach vorne ins Angriffsdrittel und nach einem kurzen Gestocher durften sich die VSV-Fans über die 3:2 Führung der Adler freuen. Flick drückte den Puck nach Zuspiel von Verlic und Glenn über die Linie. Der amtierende Meister stand somit zum Rücken zur Wand und musste wie auch schon beim Rückstand gegen den KAC am vergangenen Sonntag, wo aus einem 1:2 nach dem zweiten Drittel ein 5:2 Sieg wurde, alles geben, um die Siegesserie von 25 auf 26 Spiele auszubauen. Der hohe Druck machte sich bei den Adlern schnell spürbar und man versuchte durch Entlastungsangriffe Ruhe in die Partie zu bringen. In der 57. Spielminute gab es dann den Rückschlag für den VSV. Kickert konnte einen Schuss von halblinks nicht festhalten, wehrte ihn vor das Tor und dort konnte Sharp zum 3:3 Ausgleich abstauben. Alle weiteren Bemühungen des VSV die Partie noch in der regulären Spielzeit zu gewinnen blieben erfolglos, womit es in die Overtime ging. 

Jetzt, wo schon klar war, dass der VSV das erste Team ist, der den Wienern in dieser Saison Punkte abnimmt, konnte es in der nun folgenden, fünf-minütigen Overtime nur noch eine Draufgabe geben. Zwar starteten die Wiener besser in die Verlängerung und hatten drei Mal den Siegtreffer am Schläger, der VSV arbeitete sich aber zurück und konnte durch Hickmott, Beach und Schlacher gefährlich werden. Nachdem eine spannende und sehr ausgeglichene Overtime ebenfalls ohne Treffer zu Ende ging, musste der Sieger im Penalty-Schießen ermittelt werden. Für die Wiener war es bekanntlich das erste Penalty-Schießen in dieser Saison, der VSV durfte schon zu Hause gegen Bozen im Shoot-Out jubeln. 

Holzapfel begann für die Wiener, fand aber in Kickert seinen Meister. Hickmott startete für den VSV und vergab nur knapp. Als nächstes waren wieder die Wiener an der Reihe, doch der Puck ging über das Tor. Sarauer war der zweite Schütze auf der Liste von Greg Holst und unsere Nummer 55 konnte Tuokkola bezwingen und stellte somit die Führung für den VSV her. Nun war wieder David Kickert im Tor an der Reihe und wie schon bei den ersten beiden Schüssen auf sein Tor bliebt unsere Nummer 31 der Sieger, womit kein weiter Schuss der Adler notwendig war und der VSV die Partie mit 4:3 für sich entscheiden konnte! 

Somit sind die Adler das erste EBEL-Team seit dem 9. Februar 2017, dass den amtierenden Meister, der sowohl Innsbruck, als auch Bozen und den KAC im Play-off per Sweep besiegt hat, als Verlierer vom Eis schickt und so die stolze Serie der Wiener nach 25 Siegen beendet.

Am Donnerstag geht es für den VSV zu Hause gegen den HC Innsbruck weiter.

 

VSV. WIR GREIFEN AN!