VSV-Headcoach Hannu Järvenpää konnte im 6. Spiel gegen die EHC Liwest Black Wings Linz auf seinen gesamten Kader zurückgreifen, Andreas Wiedergut feierte nach 4 Spielen Pause sein Comeback im Dress der Adler.
In der prall gefüllten Villacher Stadthalle erwischten die Blau-Weißen – wie bereits am Dienstag in Spiel 5 – einen absoluten Traumstart. Linz Keeper David Leneveu konnte einen Schuss von Marius Göhringer nur kurz zur Seite abwehren und der aufgerückte Andreas Wiedergut verwertete den Rebound aus kurzer Distanz eiskalt und erzielte den vielumjubelten Führungstreffer für die Draustädter. Die Black Wings aus Linz waren aber keineswegs geschockt und in weiterer Folge übernahmen die Geste die Kontrolle über das Spielgeschehen.
Der amtierende Meister drängte auf den Ausgleich und die Heimischen mussten ihr ganzes Können aufbieten, um einen Gegentreffer zu verhindern. Die Adler warfen sich ohne Rücksicht auf Verluste in die Torschüsse der Gäste und Jean-Philippe Lamoureux konnte sich ebenfalls mehrmals auszeichnen. Mitten in der Drangperiode der Linzer waren die Adler nach einem schnellen Konter erfolgreich. Mario Altmann bediente Markus Peintner und der Angreifer der Villacher, der am vergangenen Dienstag sein 700. Spiel in der Österreichischen Eishockeyliga absolvierte, tanzte seinen Gegenspieler aus und versenkte die Scheibe mit einem platzierten und unhaltbaren Schuss im rechten Kreuzeck.
Die Defensive der Adler war auch zu Beginn des zweiten Abschnitts gefordert, denn Markus Peintner musste für 2 Minuten auf die Strafbank. Die Unterzahlspezialisten der Draustädter leisteten aber ganze Arbeit und verhinderten den Anschlusstreffer der Black Wings. Als Markus Peintner von der Strafbank zurück kam verloren die Gäste im Angriff die Scheibe, Scott Hotham hatte das Auge für seinen Mitspieler und die Nummer 34 der Adler behielt die Nerven, spielte David Leneveu aus und erzielte ohne Probleme das 3-0. Die Eishalle tobte, die Black Wings schlugen aber postwendend zurück – nur 34 Sekunden später landete die Scheibe im Kasten der Villacher, Daniel Oberkofler war als letzter dran.
Die Heimischen ließen sich dadurch aber nicht beirren und in Überzahl gelang den Villachern in der 31. Minute das 4-1. Nach einem Schuss von Gerhard Unterluggauer stand der aufgerückte Scott Hotham goldrichtig und drückte die Scheibe aus kurzer Distanz über die Linie.
Linz-Coach Rob Daum nahm nach dem zweiten Drittel einen Tormannwechsel vor – Lorenz Hirn ersetzte David Leneveu. Der Back-Up der Linzer musste aber bereits nach 62 Sekunden hinter sich greifen – Derek Ryan flog über das Eis und bezwang den Keeper der Linzer nach einem schönen Alleingang. Der Wille der Gäste war damit gebrochen und der Sieg fixiert. 7 Minuten vor dem Ende sorgte Daniel Nageler mit einem Fernschuss für den Schlusspunkt zum 6-1. Dem EC VSV gelingt damit der Ausgleich in der Viertelfinalplayoffserie und die Villacher erzwingen damit das entscheidende Spiel 7 am Sonntag in der Linzer Keine-Sorgen-Arena!






