Der VSV erkämpft sich zwei Punkte gegen Bozen

Fünf Tage nach der 1:3 Niederlage gegen Wien wollten die Adler am Freitag ihre Niederlagen-Serie von vier Spielen beenden und zu Hause gegen den HC Bozen wieder drei Punkte für die Tabelle holen. Der VSV, dem in der Partie Kromp und Walter fehlten, startete auch mit sehr viel Druck auf den Gegner in das Spiel am Freitagabend.

Von der ersten Minute an rollten blau-weiße Angriffswellen auf das Tor von Jacob Smith. Unter anderem in einem Powerplay in der ersten Minute hatten mehrere Cracks die Möglichkeit, unsere Adler mit 1:0 in Führung zu bringen. In der dritten Minute folgte dann jedoch der Rückschlag. Im Powerplay konnten die Gäste aus ihrer ersten richtigen Chance in Führung gehen (4.). Nach dem Führungstreffer der Südtiroler ging es aber in der selben Tonart wie vor dem Tor weiter und der VSV verbrachte den Großteil der folgenden zehn Minuten im Angriffsdrittel. Leider fehlten immer Kleinigkeiten auf den Ausgleichstreffer. Beach, Sarauer, Flick, Niki und Benji Petrik, Leiler und noch einige andere Cracks des VSV hatten Chancen, ehe man in der 16. Minute endlich Jubeln durfte. Abspielfehler der Verteidiger der Gäste vor dem eigenen Tor, Sarauer holte sich die Scheibe und zog ab. Smith konnte den Puck noch zur Seite abwehren, dieser sprang dann aber zu Leiler und der Villacher versenkte die Scheibe zum 1:1 im Netz. Trotz weiterem Druck der blau-weißen blieb es nach dem ersten Drittel bei 1:1. Valentin Leiler nahm eine vier Minuten Strafe wegen hohen Stocks mit in den zweiten Abschnitt.

Diese Strafe wurde dem VSV auch zum Verhängnis. In der 23. Minute konnten sich die Gäste durch Austin Smith im Powerplay erneut die Führung sichern. Der VSV ließ sich von diesem erneuten Gegentor in Unterzahl nicht beirren und kämpfte weiter um das nächste Tor. So waren es wieder die Villacher, die bis zur nächsten Strafe knapp drei Minuten später ihr Spiel aufzogen. Das dritte Powerplay in dieser Partie, das die Südtiroler spielen durften, zeigte wie auch schon die beiden ersten Powerplays Wirkung (26.). Somit lag der VSV kurz vor Halbzeit mit 1:3 zurück. Wie aber auch schon in einigen anderen Partien war nun der Kampfgeist der Adler geweckt und der Druck auf die Südtiroler wurde erhöht. Man wusste, dass man im fünf gegen fünf die bessere Mannschaft war. Und so war es Rob Flick, der in der 30. Minute für eine jubelnde Stadthalle sorgte. Dieses Mal schlugen auch die Villacher im Powerplay zu und verkürzten so durch den Hammer von Flick, der Smith unter den Armen durchrutschte auf 2:3. Mit dem Selbstvertrauen des Anschlusstreffers ging es für den VSV wieder Richtung Ausgleich und man arbeitete hart am nächsten Tor. In der 44. Minute war es dann schließlich Valentin Leiler, der mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend für das 3:3 sorgte. Shields lieferte seinen zweiten Assist in der Partie. Mit diesem Zwischenstand ging es dann auch in die zweite Pause. 

Nach dem ausgeglichenen zweiten Abschnitt war der VSV im dritten Drittel wieder die bessere Mannschaft und so lag auch schon der Führungstreffer in der Luft. Ein Powerplay erleichterte den Adlern die Arbeit und Jordan Hickmott brachte den VSV durch einen Schlagschuss in Überzahl erstmals an diesem Abend in Führung (46.) – 4:3. Nach der Führung für die Adler wollten die Gäste den Ausgleich, doch der VSV wollte die entstehenden Räume ebenfalls für den nächsten Treffer und für die damit verbundene Vorentscheidung nutzen. Leider gelang dies nicht, nachdem wie im ersten Drittel eine Vielzahl von guten Chancen nicht den Weg ins Tor fand. Sieben Minuten vor Schuss folgte dann ein harter Bandencheck von Schlacher, wofür der Verteidiger vier Minuten auf die Strafbank musste. Eine gute Unterzahl und sogar die Chancen auf Shorthander (in allen Unterzahl-Situationen) ließen die Strafzeit ohne Folgen ablaufen und so ging es in heiße letzte drei Minuten. Ein Time-out der Südtiroler, sowie der Verbleib von Torhüter Smith auf der Ersatzbank leiteten die Schlussoffensive ein. Diese wurde dem VSV dann auch noch zum Verhängnis, denn ein Stellungsfehler 104 Sekunden vor dem Ende brachte den Ausgleich zum 4:4, womit es in die Overtime ging.

In der Overtime nutzten die Team ihren Platz im drei gegen drei aus und zeigten gute Chancen auf den Sieg. Bozen schoss auf die Stange, der VSV brachte den Puck bei einem Gedränge nicht über die Linie. Die letzten gefährlichen Situationen blieben ohne Folgen und so verstrichen die fünf Minuten der Overtime, mit den letzten 47 Sekunden Überzahl für Villach, ohne weitere Treffer.

Im Penalty-Schießen machte Jordan Hickmott den Anfang und besiegte Smith mit einem sehenswerten Penalty. Bozen konnte nicht nachsetzen, womit Andrew Sarauer die Vorentscheidung am Schläger hatte. Und auch er ging als Sieger aus dem Duell gegen Smith hervor. Nachdem der zweite Schütze für Bozen traf, konnte Kyle Beach das Ende setzen, leider scheiterte er knapp am Schoner des am Boden liegenden Torhüters. Somit lag es an David Kickert, der den letzten Penalty der Gäste auch hervorragend halten konnte und so den Sieg des VSV fixierte – 5:4. Somit wandern zwei Punkte auf das Konto des VSV, einer nach Bozen.

Die Stimmen zum Spiel:

Bereits am Sonntag geht es für unsere Adler auswärts in Innsbruck weiter, bevor am nächsten Donnerstag die nächste Heimpartie gegen den HC Orli Znojmo zum “Duell der Adler” kommt. 

 

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