Meistertitel 2001/02

Headcoach Ron Kennedy musste im Sommer 2001 5 hochkarätige Abgänge verkraften. Neben den Neuzugängen Gert Prohaska (KAC), Herbert Hohenberger (Augsburger Panther) und Michael Stewart (Frankfurt Lions) setzten die Villacher Adler verstärkt auf junge Eigenbauspieler wie  Patrick Albl,  Rene Wild, Niki Petrik und Winfried Rac.

Nach 2 Niederlagen zu Saisonbeginn drehten die Draustädter so richtig auf, feierten gleich 11 Siege in Folge. Goalie Gert Prohaska erwies sich als würdiger Nachfolger für VSV-Urgestein Gerhard Thomasser und Legionär Mike Stewart wurde in wenigen Wochen zum absoluten Publikumsliebling. Stewart arbeitetet fleißig an seinen Deutschkenntnissen und wurde in Villach schnell heimisch.

An der Tabellenspitze entwickelte sich ein spannender Kampf zwischen dem Ligakrösus aus Linz und den Blau-Weißen Adlern. Die Tabellenführung wechselte häufig, am Ende hatten aber die Black Wings aus Linz die Nase knapp vorne.

Der VSV traf im Playoffviertelfinale auf Lustenau. Die nervösen Adler verloren das erste Spiel in der Best-of-Seven Serie vor eigenem Publikum knapp mit 2-1, drehten dann aber ordentlich auf und ließen den Vorarlbergern mit 4 Siegen in Folge nicht den Hauch einer Chance. Als Belohnung erwartete die Adler das prestigeträchtige Duell mit dem Erzrvialen und Titelverteidiger aus Klagenfurt, gegen den die Villacher 2 mal in Folge im Bundesligafinale den kürzeren zogen.

Der Start in die Halbfinalserie verlief für Villach denkbar schlecht – nach 12 Minuten führten die Rotjacken in Villach bereits mit 3-0, gewannen am Ende klar und deutlich mit 6-2. Auch im zweiten Spiel sorgte der KAC schnell für die Vorentscheidung – Hager und Ressmann sorgten für eine schnelle 2-0 Führung, welche der Rekordmeister aus Klagenfurt geschickt verteidigte.

Im 3. Spiel der Halbfinalserie meldete sich der VSV mit gesunder Aggressivität zurück – Salfi, Hinks und Co. ließen dem KAC mit einem fulminanten 6-2 Sieg keine Chance. Wolfi Kromp sorgte für ein Kuriosum – der Villacher Rekordtorschütze verlor bei einem Duell seinen Helm, schnappte sich anschließend einen ebenfalls am Boden liegenden Helm der Gäste und erzielte unmittelbar danach einen Treffer für die Adler, der aber auf Grund der falschen Ausrüstung nicht anerkannt wurde.

Im Finale machten Salfi und Co. kurzen Prozess mit den Black Wings aus Linz. Die ersten beiden Begegnungen gingen ins Penaltyschiessen, wo Gert Prohaska erneut über sich hinauswuchs und den Grundstein für den Erfolg der Blau-Weißen legte. Im 3. Spiel der Finalserie drehte Linz-Schreck Wolfi Kromp richtig auf – der Postler traf 3 mal und war somit am 7-4 Auswärtserfolg hauptverantwortlich.

Mit dem klaren Heimsieg leiteten die Draustädter die Wende in der Serie ein – in der Klagenfurter Messehalle holte man sich mit einem 5-2 Erfolg den Heimvorteil zurück. Der KAC war geknickt, konnte nicht mehr zusetzen und ging im 5. Spiel in Villach erneut mit 6-2 unter.

Die Adler vollendeten die historische Aufholjagd im 6. Spiel in Klagenfurt. Der KAC kämpfte sich nach einem 0-2 Rückstand ins Spiel zurück, schaffte durch Viveiros kurz vor Schluss den Ausgleich. Im anschliessenden Penaltyschiessen behielten die Villacher aber die Nerven. Rod Hinks verwandelte den entscheidenden Penalty und sicherte seinem Club damit den Einzug ins Finale. Die Black Wings gönnten den Adlern die Meisterparty vor eigenem Publikum allerdings nicht – Szücs, Nasheim und Divis sicherten den 4-3 Auswärtssieg und eine Verlängerung der Finalserie.

Villach ließ sich den Vorsprung aber nicht mehr nehmen und fixierte bereits im 5. Spiel den 5. Titel der Vereinsgeschichte. Robert Steinwender eröffnete den Torreigen in Linz bereits nach wenigen Sekunden – am Ende feierten die Adler zum Abschied von Coach Ron Kennedy ein ungefährdetes 5-1.

Meisterkader:

Trainer : Ron Kennedy

Tor : Gert Prohaska, Markus Kerschbaumer
Verteidigung : Mike Stewart, Tom Searle, Herbert Hohenberger, Rene Wild, Michael Mana, Robert Steinwender, Martin Leitner, Patrick Albl, Stephan Hochenberger, Mario Berger
Sturm : Rod Hinks, Kent Salfi, Andreas Pusnik, Günther Lanzinger ,Wolfgang Kromp,Niki Petrik,Peter Floriantschitz,Stefan Wiedmaier, Roland Kaspitz, Martin Pewal, Winfried Rac