Niederlage in Graz

So wird es mit einer Play Off Qualifikation nichts werden. Die Spieler des VSV konnten auch in Graz keinen richtigen Kampfgeist zeigen und die Versuche die 99ers zu schlagen wirkten zahnlos. Ein Bemühen ist der Mannschaft von Greg Holst zwar nicht abzusprechen aber der Stachel des Unlaufs der letzten Zeit scheint tief zu sitzen. Man hat das Gefühl, die Mannschaft braucht einen Glückssieg um irgendwie wieder zu Selbstvertrauen zu kommen.

Die rollenden VSV Angriffe, die wir aus den ersten beiden Saisonspielen dieser Spielzeit kennen, wo man noch ohne Verletzte antreten konnte, hat man an diesem Abend nicht gesehen. Die erste Linie mit Urbas, Verlic und Locke funktionierte, danach ist eher Mittelmaß angesagt. Fertiggefahrene Checks sind Mangelware, zwingende Torchancen auch.

Graz setzte sich relativ schnell mit einem zwei Tore Vorsprung ab. Das kurze Aufbäumen des VSV durch einen Treffer von Jan Urbas wurde aber schnell wieder durch die erneute Grazer Führung beendet. Diesen dritten Gegentreffer nahm Greg Holst auch zum Anlass Rene Swette im Tor gegen Lukas Herzog zu tauschen. Angemerkt sei, dass Swettes Debut für den VSV nicht nur von drei Gegentoren gekennzeichnet war, sondern auch von einer wenig vorhandenen Verteidigung, die ihm nicht unbedingt hilfreich zur Seite stand.

Der frische Wind im Villacher Kasten nützte dem Spiel des VSV leider nicht viel. Spieler, die in der letzten Saison Stützen waren – Legionäre wie Einheimische – waren gestern wie abgemeldet, Neuzugänge, von denen man sich viel erwartet hat, wieder wenig sichtbar.

Dass diese Mannschaft mehr kann, wissen wir, wie man es abruft ist die große Frage. Am Sonntag gibt es das Rückspiel gegen die 99ers in Villach. Hier wird es für die Blau Weißen nicht unbedingt leichter werden. Die Erwartungen sind hoch, der Druck auch.

Trotzdem: Die Mannschaft kann nur selbst aus diesem Tief herauskommen. Hart arbeiten, Herz zeigen, kämpfen bis zum Umfallen, Checks fertig fahren und unangenehm für den Gegner sein kann jeder einzelne Spieler, wenn er will.

Insgesamt haben alle anderen Teams der Qualifikationsrunde für uns gespielt. Noch ist nichts verloren. Jetzt wild auf alles einzuschlagen nützt sicher nichts. Die Chance lebt und ein Turnaround ins Positive kann genauso schnell gehen wie umgekehrt.

VSV Wir greifen an!