Saisonresümee

Giuseppe Mion, Geschäftsführer der EC VSV GMBH, zieht eine Saisonbilanz über das Spieljahr 2016/17:

Ich muss mich als allererstes bei allen unseren Fans bedanken, die uns die ganze Saison so tatkräftig unterstützt haben. Im letzten Spiel haben unsere Fans ein deutliches Zeichen gesetzt. Mit viel Applaus für die Mannschaft haben sie uns mitgeteilt, dass man nicht aufgibt sondern alles daran setzt, wieder auf die Siegerstraße zu kommen und in Zukunft wieder “VSV gerechte” Heimspiele absolviert und auch auswärts mit dem VSV Kampfgeist auftritt.

Wir alle bedanken uns, dass dieser Support da ist. Ohne Schaden kein Nutzen. Vielleicht ist es der richtige Zeitpunkt, wo wir uns umstellen und neu formieren müssen, um einen Fixplatz in dieser professionellen Liga zu haben.

Am Saisonbeginn stimmten uns alle die Darbietungen in der Vorbereitung und vor allem in den ersten beiden Runden optimistisch. Ich glaube kein Fan hat nach diesen Spielen gedacht, dass die Saison so enden wird. Es ist uns ein Rätsel, warum es heuer absolut nicht gelungen ist, eine gewisse Konstanz zu erreichen und nach ausgezeichneten Leistungen immer wieder sehr schlechte Vorstellungen kamen. Eines war relativ schnell klar, wir hatten eine deutlich zu kleine Verteidigung. Wir waren von Beginn an besorgt über die Ups und Downs, haben versucht die Gründe zu finden, was uns aber nicht gelungen ist.

Das Potential war als Kollektiv da, bis Weihnachten waren wir auf Platz 6. Aber auch wir haben wie die Zuschauer gespürt, dass das Feuer in der Mannschaft fehlte und dass wir keine 100%ig zusammengeschweißte Mannschaft haben. Einige Spieler blieben ganz klar unter dem was wir uns erwartet haben und was wir vorher von ihnen gesehen haben. Manch ein Spieler war mehr besorgt über seinen eigenen Erfolg als über den Erfolg des Teams.

Es war relativ schnell klar, dass wir uns am schwersten gegen die robusten Teams taten, gegen die wir das Spiel machen mussten. Wir haben beim Bau der Mannschaft zu viel auf Speed und Skill geschaut, um der strengen Regelauslegung gerecht zu werden und auf die VSV Tugenden vergessen. Das soll uns nicht noch einmal passieren.

Die Höchststrafe waren dann die vielen Verletzten, wir konnten eigentlich kaum einmal mit vier Linien durchspielen. Wir haben trotz dieser Ausfälle lange Platz 6 gehalten und das mit Spielern wie z.B. einem 16 jährigen Benjamin Lanzinger oder Christof Kromp (19) und Julian Pusnik (17). Man kann aber von diesen Jungspunden nicht verlangen, dass sie arrivierte Spieler kompensieren.

Ein endgültiger Knackpunkt war dann der Ausfall des ersten Tormanns Olivier Roy der heuer 19 (!) Spiele und damit ein Drittel der Meisterschaft verpasste. Der Ausfall des physisch stärksten Spielers Jeremie Blain war dann das endgültige Aus. Nur in einem Spiel, beim 4:0 Sieg gegen Graz, konnten sich unsere Cracks ordentlich präsentieren, danach war die Mannschaft mental nicht mehr in der Lage sich aufzubäumen und wir haben damit unser Saisonziel, die Play Offs, klar verfehlt.

Wir brauchen zukünftig große und robuste Spieler in der Verteidigung, einen Tormann, der uns auch einmal im Spiel halten kann und der nicht verletzungsanfällig ist und ganz klar mehr als eine Linie die Tore machen kann. Viele Spieler hatten ganz viel Eiszeit und waren überhaupt nicht produktiv.

Über die Chemie in der Mannschaft können wir jetzt noch keine Stellungnahme abgeben, bei 25 involvierten Personen wird es etwas dauern in Einzelgesprächen alle notwendigen Informationen herauszubekommen.

Wir werden keine Schnellschüsse machen, aber uns erwarten große Veränderungen, das ist ganz klar.

Da wir mit vier Mitarbeitern eine sehr kleine Off Ice Mannschaft sind, konnten wir abseits des Eises durch die aufwendige GMBH Umstellung heuer nicht das bieten, was unsere Fans von uns gewohnt sind und erwarten. Aber auch rund um das Spiel versprechen wir für die kommende Saison viel Neues.

Wir bedanken uns bei allen unseren Fans für Ihre Unterstützung in dieser Saison und bemühen uns, dass die neue Saison deutlich besser wird.