Trotz guter Möglichkeiten, leider keine Punkte in Wien

Am Sonntag, zwei Tage nach der knappen 3:4 Auswärts-Niederlage gegen die Dornbirn “Bulldogs”, ging es für den VSV in der achten Rund der Erste Bank Eishockey-Liga für die nächste Auswärtspartie zum amtierenden Meister und Tabellenführer nach Wien.

Die Wiener, die saisonübergreifend in den letzten 19 Spielen ungeschlagen waren und auch in dieser Saison noch keinen Punkt liegen gelassen haben, starteten wie erwartet schwungvoll in die Partie und konnten sich gleich in den ersten Minuten mehrmals gefährlich im Drittel der Adler festsetzen. VSV-Goalie David Kickert musste unter anderem gegen Pallestrone und Nödl zur Stelle sein, ehe es den Villachern gelang, sich vom Druck der Hausherren zu befreien und durch Konter selbst gefährlich zu werden. Die Wiener ließen nicht nach und so dauerte es knapp zehn Minuten, ehe Lamoureux erstmals gefordert wurde. Zwar wurde die Defensivleistung der Adler nach den letzten Spielen oft kritisiert, gegen die Wiener ließ man sich im ersten Drittel jedoch nichts zu Schulden kommen. Zwei Verteidiger sicherten stets gegen Konterchancen der Wiener ab und auch in einem Unterzahlspiel nach Strafe gegen Platzer hatte man die beste Powerplay-Mannschaft (50%) der Liga im Griff. Schnelle, kurze Pässe brachten zwar die blau-weiße Defensive oft aus der Formation, dennoch konnte der Puck immer wieder aus dem Drittel befördert werden. Nach der Unterzahl traute sich der VSV mehr und kam zu immer besseren Chancen. 59 Sekunden vor Ende des ersten Drittels kam Shields nach einem gewonnenen Bully im Angriffsdrittel auf der blauen Linie zum Puck, zog ab, Verlic fälschte die Scheibe noch ab und konnte somit Lamoureux bezwingen -1:0 aus Sicht des VSV und der achte Treffer im achten Spiel durch Miha Verlic.

Mit dieser Führung ging es dann auch in das zweite Drittel, in dem der VSV gleich von Beginn an mutig aufspielte und somit auch zu zahlreichen Chancen auf ein weiteres Tor kam. Der zweite Abschnitt war sehr ausgeglichen, es ging auf und ab und sowohl Kickert, als auch Lamoureux mussten einige Male für ihre Teams retten. Der VSV konnte zwei Powerplays nicht für das wichtige zweite Tor nutzen und so ging es mit dem 1:0 aus Sicht der Adler in die Schlussphase des zweiten Drittels. In der 37. Minute kam es zu einer Unkonzentriertheit des VSV, wodurch es nach einem Wechselfehler und zu vielen Spielern am Eis eine zwei Minuten Strafe gegen die Adler gab. In diesem Powerplay zeigte die beste Powerplay-Formation der Liga ihre Gefährlichkeit und so konnten die Hausherren in der 38. Minute durch McKiernan in Überzahl ausgleichen.

Das dritte Drittel startete wieder mit einer druckvollen Phase der Wiener, in der die Villacher Defensive rund um David Kickert einiges zu tun bekam. Diese Minuten konnten aber ohne Gegentor überwunden werden und der VSV kam zurück ins Spiel. Einige Male musste Lamoureux Glanztaten vollbringen, um einen Führungstreffer der Adler zu verhindern. Schlacher wurde knapp acht Minuten vor Schluss auf der rechten Seite im leeren Raum angespielt, zog gleich ab, doch Lamoureux war zur Stelle und auch in einer Unterzahl des VSV, die durch einen Strafe gegen Flick verschuldet wurde, wurden die Adler vor dem Tor der Wiener gefährlich. Verlic konnte dem Wiener Schlussman den Puck hinter dessen Tor abnehmen, Lamoureux war jedoch schnell genug wieder im Kasten, um den Schuss der Villacher zu halten. Die Unterzahl des VSV verstrich dann ohne Treffer der Wiener. Etwa drei Minuten später waren es wieder die Adler, die am Führungstor vorbeischlitterten – Schuss von Brunner, Verlic fälschte den Puck ab, Lamoureux war im falschen Eck und die Scheibe schlitterte ganz langsam nur wenige Zentimeter am Tor der Wiener vorbei. Nach dieser Aktion, rund drei Minuten vor Spielende drehten die Wiener noch einmal richtig auf. Kickert stand unter Dauerbeschuss, doch er und seine Verteidiger konnten die Schüsse der Caps blocken, ehe ein Schuss von Pallestrone exakt 1:25 Minuten vor Spielende den Weg ins Tor fand – 2:1. Somit musste der VSV volles Risiko gehen, Holst nahm Kickert vom Eis, die Wiener bekamen 32 Sekunden vor Ende noch einen zwei-Minuten Strafe, womit der VSV sechs gegen vier spielte. Das Risiko blieb unbelohnt und so war es Vause, der 20 Sekunden vor dem Ende von der eigenen blauen Linie abzog und zum 3:1 Endstand ins leere Tor traf.

Der VSV musste sich somit mit 3:1 gegen die Favoriten geschlagen geben, die nun bei 20 Spielen ohne Niederlage stehen. Trotz der Niederlage konnten unsere Adler den Wienern besonders in Drittel zwei und drei die Stirn bieten und hatten auch die Möglichkeit auf eine höhere Führung.

Nun geht es für unsere Cracks am kommenden Freitag daheim gegen den HC Bozen weiter.

 

VSV. WIR GREIFEN AN!