VSV 16/17: Keine Runde ohne Ausfall!

In der aktuellen Saison der Erste Bank Eishockey-Liga scheint sich der Verletzungsteufel in Villach niedergelassen zu haben. Seit Saisonbeginn am 16. September konnte Headcoach Greg Holst noch nie auf den gesamten Kader zurückgreifen. Als wäre dies noch nicht genug, gab es in 31 der bisherigen 39 Runden sogar mehr als nur einen Ausfall.

Ab der dritten Runde, wo bereits fünf Spieler nicht einsatzfähig waren, ging es bis zur 16. Ligarunde mit einer Verletzung nach der anderen weiter. Trauriger Spitzenreiter war die 11. Runde am 18. Oktober gegen Salzburg, wo den Adlern bei der 4:1 Heimniederlage gegen den Meister ganze acht(!) Stammspieler fehlten. Doch auch in diesem Spiel zeigten die blau-weißen ihren Siegeswillen und ihre Kampfstärke, denn in dieser Partie spielten die Adler bis zur 55. Minute beim Stand von 1:1 um den Sieg mit.

Zwischen der 17. und der 26. Runde, gab es den am besten besetzten Kader in dieser Saison, dennoch fehlte auch in diesen zehn Partien mindesten ein Spieler. In dieser Phase zeigte der VSV auch, was ohne der vielen Verletzungen, die den blau-weißen meist eine, bis sogar zwei ganze Linien kosteten, möglich ist. In dieser Zeit gelang den kämpferischen Adlern eine Aufholjagd, welche die Villacher bereits in der 22. Runde bis auf den fünften Tabellenplatz nach vorne katapultierte.

Nachdem die Verletztenliste ab der 26. Runde leider wieder unermüdlich zu wachsen begann, konnten sich die Adler mit kämpferischen Partien bis zur 32 Runde in den Top sechs festkrallen, bis man zwölf Runden vor Ende des Grunddurchgangs mit wiederum fünf verletzten Stammspielern, nach dem Derby in Klagenfurt, in die untere Tabellen-Hälfte rutschte.

Seit diesem Tag kämpfen die Adler, die seit Runde 29 immer auf 3 bis fünf Spieler und damit auf eine ganze Linie verzichten mussten, um den Anschluss an die besten sechs Teams der Liga. Wo man in der bisher letzten Runde durch die Niederlage gegen Znaim etwas ins Hintertreffen geriet, dennoch noch lange nicht aufgibt und bis zum endgültigen Ende des Grunddurchganges um einen fixen Play-off-Platz kämpfen wird.

Während andere Mannschaften wie zum Beispiel der HC Bozen in der 24. Runde mit zehn Verletzten nicht mehr Wettbewerbsfähig waren, konnte der VSV auch noch mit acht verletzten Spielern gegen Teams wie zum Beispiel den Meister aus Salzburg bis zum Ende um den Sieg mitspielen. Dass die Adler trotz der vielen Ausfälle bis zum Ende um die fixe Play-off-Qualifikation mitspielen werden, hat man der hervorragenden Nachwuchsarbeit in der Draustadt zu verdanken. Denn mit Spielern wie Florian Kucher, Stefan Steuerer, Partick Ropatsch, Thomas Winkler, Fabian Sertschnig, Julian Pusnik, Robert Karitnig, Philipp Wohlfahrt und Benjamin Lanzinger konnten die blau-weißen im Verlauf dieser Saison schon auf neun Jungendspieler zurückgreifen, die aus dem Alltag des U20-Trainings in die Kampfmannschaft des VSV kamen und von der ersten Spielminute an großartige und sehr wichtige Arbeit für das Team leisteten und sich teilweise schon in die Torschützenliste der EBEL eintragen konnten. Zwar zählt Benjamin Lanzinger, der bisher am öftesten von Greg Holst nominiert wurde, noch nicht ganz zu den Stammspielern, seine Verletzung, die seinen Einsatz seit sieben Runden verhindert, traf den VSV jedoch auch.

“Was läuft falsch beim VSV?” fragen sich einige Fans, die die Aufstellung der blau-weißen und die Ausfälle anscheinend gekonnt ignorieren. Organisatorisch läuft alles richtig. Die Verletzungen sind auch nicht durch inkorrektes Training entstanden. Man hat eine konkurrenzfähige Mannschaft auf die Beine gestellt, ein Trainerteam, das die Mannschaft ordentlich pusht und Gott sei Dank einen Partner wie das ALTIS mit Univ.Doz.Dr.Georg Lajtai, das unermüdlich daran arbeitet, dass die angeschlagenen Cracks der Adler so rasch als möglich wieder auf das Eis zurückkehren. Mannschaftsarzt Dr.Helmuth Tscherpel weiß:”Ich bin nun schon sehr lange beim VSV aber eine Saison wie diese habe ich noch nicht erlebt.” Und trotzdem kämpft man beim VSV weiter, denn eines vergisst jemand, der tatsächlich blaues Blut in den Adern hat, nie: “VSV. WIR GREIFEN AN!”

 

Verletzte

Runde 1 2 3 4 5 6 7 8
1. Runde Jennes              
2. Runde Jennes              
3. Runde Jennes Roy Labrecque Schlacher Nageler      
4. Runde Jennes Roy Leiler Jokela Nageler      
5. Runde Jennes Leiler Jokela          
6. Runde Jennes Mühlstein Nageler          
7. Runde Jennes Mühlstein Nageler Urbas        
8. Runde Jennes Mühlstein Nageler Urbas        
9. Runde Jennes Mühlstein Nageler Urbas        
10. Runde Jennes Mühlstein Nageler Urbas Petrik McGrath Roy  
11. Runde Jennes Mühlstein Nageler Urbas Locke McGrath Roy Platzer
12. Runde Urbas Mühlstein Nageler McGrath Locke      
13. Runde Urbas Mühlstein Nageler McGrath Jennes Roy    
14. Runde Urbas Mühlstein Nageler McGrath Jennes Roy    
15. Runde Urbas Mühlstein Nageler Jennes        
16. Runde Urbas Mühlstein Nageler Jennes McGrath      
17. Runde Jokela Nageler            
18. Runde Nageler              
19. Runde Nageler              
20. Runde Nageler              
21. Runde Nageler              
22. Runde Labrecque              
23. Runde Blain              
24. Runde Blain Herzog            
25. Runde Jennes              
26. Runde Jennes Kromp            
27. Runde Jennes Kromp Latendresse          
28. Runde Jennes Kromp Latendresse          
29. Runde Jennes Kromp Latendresse Leiler        
30. Runde Jennes Kromp Latendresse Leiler        
31. Runde Jennes Kromp Latendresse Leiler        
32. Runde Jennes Kromp Latendresse Leiler Roy      
33. Runde Jennes Latendresse Leiler          
34. Runde Jennes Latendresse Leiler Petrik        
35. Runde Jennes Leiler Petrik          
36. Runde Jennes Kromp Leiler Petrik        
37. Runde Jennes Kromp Leiler Petrik        
38. Runde Jennes Kromp Leiler Petrik Blain      
39. Runde Jennes Petrik Blain Brunner