VSV Krise trotz Platz 6?

Hätte man am Anfang dieser Saison gesagt, dass der VSV nach 13 Spielen auf Platz 6 stehen würde und Teams wie der KAC (Rang 8), Zagreb ( Rang 7), Bozen (Rang 9) und Salzburg (Rang 11) hinter den Blau-Weißen liegen würden, wären wohl alle höchst zufrieden gewesen. Nun ist es so und trotzdem findet man mehr Kritik als Zufriedenheit vor. Nicht nur von Fanseite sondern auch medial gab es in den letzten Tagen viel Druck in Richtung Coaching.  Der VSV ging bewusst mit weniger Ausländern in die neue Saison und spielt bewusst mit zwei blutjungen Österreichern im Tor. Zudem fehlen den Adlern der siebente Verteidiger Thomas Winkler die ganze Saison, Stürmer Adis Alagic, Center Ben Walter und der als Scorer geholte Kyle Beach und trotzdem kann man sich behaupten. Die Kritik ist teilweise berechtigt, schließlich hat man heuer Spiele gesehen, in denen die Mannschaft bis zum Umfallen kämpft und schönes Eishockey zeigt und auch gewinnt und auf der anderen Seite Matches, die man gewinnen könnte, in denen das Team aber kaum sichtbar ist und das dargebotene einen nicht mit der Zunge schnalzen lässt. Dazwischen gab es nicht viel. Diese Situation gehört unter die Lupe genommen und gelöst.

Keine Frage: als ernsthaft arbeitender Club beschäftigt man sich permanent mit Trainern und Spielern, die einem von Agenten angeboten werden, damit man im Falle des Falles schnell reagieren kann. Manchmal bringen sich diese Job Suchenden auch medienmäßig selbst in Stellung und ins Gespräch. Die Vereinsführung möchte aber beruhigen. Es ist definitiv noch nicht an der Zeit die Nerven wegzuschmeißen und irgendwelche unüberlegten Handlungen zu setzen. In den letzten Tagen gab es ausführliche und klärende Gespräche mit Headcoach Greg Holst und seinem Assistenten Markus Peintner und mit Spielervertreter und Mannschaftskapitän Niki Petrik. Dass für den VSV die erneut vielen Ausfälle und der zusätzlich kräfteraubende Spielplan (z.B. wegen diversen Hallennichtverfügbarkeiten aktuell 4 Spiele in 7 Tagen) nicht positiv sind außer Acht gelassen, fordert die Geschäftsführung den Einsatz der Österreicher, konsequentes vier Linien Spiel (sofern ausreichend Spieler vorhanden sind), körperlich präsentes Spiel und Spielsystem. Natürlich kann man Spiele verlieren, aber es kommt darauf an wie. Ein VSV der um jedes Spiel beinhart kämpft soll das sein, was unsere Fans und Kunden zu sehen bekommen.

Es liegt nun an Trainern und Mannschaft diese Punkte konsequent umzusetzen und damit den Fans das Eishockey zu bieten, das sie sehen möchten, auch wenn man nicht jedes Spiel gewinnen kann. Nach dem aktuellen Mammutprogramm, dessen Resultat sich mit 8 gewonnenen Punkten von 12 möglichen sehen lassen kann, hat die Mannschaft zwei Tage Pause bekommen. Am Mittwoch geht es wieder ins Training, dann kommen am Sonntag dem 22.10.2017 die bisher ungeschlagenen Vienna Capitals nach Villach. Spannung ist also garantiert!

VSV. WIR GREIFEN AN!