Villach will in Bozen endlich anschreiben! 

Nach einer insgesamt guten Leistung aber knappen 2:3-Niederlage im 363. Kärntner Derby überwog beim VSV dennoch die Enttäuschung über das Ergebnis. Nun richtet sich der Fokus aber wieder auf die kommende Aufgabe: Am Sonntagnachmittag (Sparkasse-Arena, Beginn: 16:00 Uhr, live auf sporteurope.tv sowie im Radio Kärnten Eishockey-Magazin) will man in Bozen anschreiben und wichtige Punkte im Kampf um die Pre-Playoff-Plätze holen.

Die Ausgangssituation: 

Nach der jüngsten 2:3-Derbyniederlage steht für den EC iDM Wärmepumpen VSV nun ein weiteres Schlüsselspiel an, um im Tabellenkeller Boden gutzumachen. Die Adler belegen nach 34 absolvierten Saisonspielen den elften Rang. 13 Siege stehen 21 Niederlagen gegenüber, bei 103 erzielten Treffern und 116 Gegentoren ergibt sich ein Torsaldo von -13, womit das Punktekonto bei 42 Zählern liegt. Der Rückstand auf die Pre-Playoff-Plätze ist bereits auf zwei Punkte angewachsen, weswegen der HCB Südtirol Alperia als klarer Favorit in die Begegnung geht. Die Bozner liegen aktuell auf Rang vier, sammelten in 34 Spielen 65 Punkte und weisen ein beeindruckendes Torsaldo von +37 (120:83) auf. Zuletzt mussten die Italiener zwar zwei Niederlagen gegen Top-Teams einstecken, davor feierten sie jedoch eine Serie von fünf Siegen in Folge. In den direkten Duellen dieser Saison konnte Villach bisher gut mithalten: Zwei der drei bisherigen Aufeinandertreffen gingen an den VSV, darunter ein deutlicher 6:3-Auswärtssieg in Südtirol und ein souveräner 4:1-Heimsieg. Das bislang letzte Gastspiel in der Villacher Stadthalle endete jedoch mit 1:4 zugunsten der Italiener. Über die letzten zehn Begegnungen zeigt die Bilanz ein ausgeglichenes Bild, mit je fünf Siegen für beide Teams, während Bozen in eigenen Hallen zuletzt besonders stark auftrat und fünf der letzten fünf Heimspiele gegen Villach gewann.

Der Gegner:

Der HCB Südtirol Alperia ist seit seinem Einstieg in der Saison 2013/14 eine feste Größe in der win2day ICE Hockey League. In diesem Zeitraum feierten die Bozner zwei Meistertitel, erreichten mehrfach das Halbfinale und scheiterten gleich zweimal nur hauchdünn am erneuten Titelgewinn. Auch in der laufenden Spielzeit setzt der Klub konsequent auf Kontinuität und Qualität. Ein besonderes Prunkstück stellt dabei das Torhüterduo dar: Mit Samuel Harvey und dem verletzten Gianluca Vallini, der durch Christopher Gibson ersetzt wurde, verfügt der HCB über eines der stärksten Gespanne der Liga. Beide überzeugten bereits in der vergangenen Saison mit konstant herausragenden Leistungen und zählten ligaweit zur absoluten Spitze. In der Defensive sorgen die Neuzugänge Philip Samuelsson, Max Gildon und Mark Barberio für zusätzliche Stabilität, internationale Erfahrung und Führungsqualität. Offensiv vertraut Bozen auf eine ausgewogene Mischung aus bewährten Kräften und namhaften Verstärkungen. Routiniers wie Matt Bradley und Cristiano DiGiacinto bilden gemeinsam mit Shane Gersick, Cole Schneider und Brett Pollock ein variables, torgefährliches Angriffskollektiv. Auf der Trainerbank kam es hingegen zur Saisonmitte zu einer Veränderung: Kurt Kleinendorst, der das Amt des Head Coaches von Glen Hanlon übernommen hatte, wurde mittlerweile von Doug Shedden abgelöst, während Assistant Coach Fabio Armani dem Klub weiterhin erhalten bleibt. Eine kleine personelle Randnotiz rundet das Bild ab: Während sich im Kader der Südtiroler aktuell kein Spieler mit VSV-Vergangenheit findet, steht mit Adam Helewka auf Villacher Seite ein ehemaliger Bozner im Aufgebot. Der Kanadier absolvierte für den HCB 55 ICEHL-Partien und erzielte dabei 21 Treffer.

Opponents and Stats to Watch:

Der Blick auf die Zahlen zeigt ein klares Bild der Stärken des HCB Südtirol Alperia. Mit 28 Treffern aus 126 Powerplay-Situationen rangiert Bozen ligaweit auf Rang fünf, was einer Quote von 22,22 % entspricht. Auch in Unterzahl präsentieren sich die Südtiroler stark: 18 Gegentore aus 108 Unterzahlsituationen bedeuten eine Erfolgsquote von 83,33 % und damit den zweiten Platz in der Liga. Auf den Faceoff-Punkten liegt der HCB bei 46,97 %, gesammelt wurden 947 von insgesamt 2016 gewonnenen Anspielen, die Quote zeichnet dahingehend stark unterdurchschnittlich. Individuell führen vor allem die Offensivkräfte das Team an. Cole Schneider steht nach 33 Spielen bei 39 Punkten (14 Tore, 25 Assists) und hält eine Plus/Minus-Bilanz von +13, dazu kommt eine Scoring-Efficiency von 13,1 %. Brett Pollock erzielte in 34 Partien 36 Punkte (13 Treffer, 23 Vorlagen), während Matt Bradley in 32 Spielen auf 34 Punkte kommt. Brad McClure brilliert mit 20 Toren und 13 Assists in 29 Partien sowie einer herausragenden Torschusseffizienz von 20,8 %. Auch auf der Torhüterposition verfügt Bozen über Qualität sowie Tiefe. Samuel Harvey absolvierte 38 Einsätze, kassierte 61 Gegentore bei einem Schnitt von 2,36 und hält eine Fangquote von 91,08 %. Der aktuell verletzte Gianluca Vallini kommt in sieben Einsätzen auf 12 Gegentore (2,01 GAA) bei 92,73 % Fangquote. Christopher Gibson absolvierte zwei Einsätze, kassierte drei Treffer, hielt dabei 95,71 % der Schüsse und parierte damit insgesamt 2,1 Tore mehr, als statistisch von ihm erwartet wurden.

Blau-Weiße Stats & Facts:

Beim EC iDM Wärmepumpen VSV spiegelt die Statistik die zuletzt schwierige Phase wider. In 34 Saisonspielen erzielten die Adler aus 110 Powerplay-Gelegenheiten 24 Treffer, was einer Erfolgsquote von 21,81 % entspricht. Im Penalty Killing lief es mit 25 Gegentoren aus 104 Unterzahlsituationen deutlich schwächer, die Quote liegt bei 75,96 %. Auf den Faceoff-Punkten liegt Villach mit 51,43 % doch deutlich über der 50-Prozent-Marke. Individuell führen aber vor allem, ähnlich wie beim HCB, die Offensivkräfte das Team an. Nikita Scherbak ist mit 35 Punkten (8 Tore, 27 Assists) in 33 Spielen weiter der Topscorer, dicht gefolgt von Adam Helewka mit 32 Zählern (17 Tore, 15 Assists). Kevin Hancock kommt auf 23 Punkte, wartet aber bereits seit fünf Ligaspielen auf einen Punktezuwachs. “Altmeister” John Hughes steuerte zuletzt zwei Assists gegen den EC KAC bei und hält bei 22 Punkten. Besonders im Duell mit Klagenfurt am Freitagabend zeigte der VSV starke Werte: Die Adler gewannen 51,6 % der Zweikämpfe, brachten in 85,7 % der Situationen die Scheibe geordnet aus der eigenen Zone und kreierten insgesamt drei Grade-A-Chancen mehr als der KAC. Auf der Torhüterposition zeigte Joe Cannata in diesem Spiel seine Klasse, parierte fünf Rushes und sieben Grade-A-Chancen. 

Sonntag, 11. Jänner | 16:00
HCB Südtirol Alperia – EC iDM Wärmepumpen VSV
Sparkasse-Arena (Bozen, Österreich)

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