
Linz kommt zum Schlüsselspiel um die Pre-Playoffs in den “Adlerhorst”!
Nach dem jüngsten 3:2-Heimerfolg gegen Fehérvár steht bereits am morgigen Freitag (Stadthalle Villach, Beginn: 19:15 Uhr, live auf sporteurope.tv sowie im Radio Kärnten Eishockey-Magazin) die nächste richtungsweisende Partie für Blau-Weiß am Programm. Mit den Steinbach Black Wings Linz kommt ein direkter Konkurrent um die Pre-Playoff-Plätze in den “Adlerhorst”!
Die Ausgangssituation:
Nach einer zuletzt herausfordernden Phase steht für den EC iDM Wärmepumpen VSV am Freitagabend ein wegweisendes Heimspiel gegen die Steinbach Black Wings Linz auf dem Programm. Die Adler rangieren aktuell auf Tabellenplatz elf und sind damit weiterhin nicht in den Pre-Playoff-Rängen, auch da Telekom Budapest am Mittwoch überraschend gegen Salzburg gewonnen hat. Villach hat bisher 37 Spiele absolviert, 15 Siege errungen und 22 Niederlagen kassiert, hält bei einer Torbilanz von 113:127 und 46 Punkten. Das entspricht einem Schnitt von 1,24 Punkten pro Partie bzw. 41,4% der möglichen Punkte. Die Gäste aus Linz belegen derzeit Rang neun. Aus 39 Spielen konnten sie 18 Siege feiern, bei 21 Niederlagen, und stehen bei einer Torbilanz von 123:127, was einen Torsaldo von minus 4 ergibt. Die Formkurven beider Teams ähneln sich: Linz feierte in den letzten fünf Spielen zwei Siege gegen Wien und Budapest, Villach ebenfalls zwei Siege, jeweils in der Overtime gegen Bozen und Fehérvár. Besonders auffällig ist die Heimstärke der Black Wings: Mit 14 Siegen aus 20 Heimspielen rangieren sie auf Platz sechs der Heimtabelle, während sie auswärts mit nur vier Siegen aus 19 Spielen zu den schwächsten Teams zählen. Villach hingegen steht in der Heimtabelle nur auf Platz elf, konnte von 19 Heimspielen lediglich acht gewinnen. Die direkte Bilanz der letzten Begegnungen spricht deutlich für die Linzer: Sieben der letzten zehn Duelle gingen an Linz, nur drei an Villach. Interessant bleibt jedoch, dass aus den letzten fünf Spielen in der Villacher Stadthalle nur zwei Siege an Villach gingen. Das letzte Aufeinandertreffen in Villach endete am 28. November mit einem 5:4-Auswärtssieg für Linz nach Verlängerung.
Der Gegner
Die Steinbach Black Wings Linz gehen auch in der laufenden Saison der win2day ICE Hockey League mit einem weitgehend eingespielten Grundgerüst an den Start. Klublegende Philipp Lukas steht weiterhin an der Bande und zählt mit beinahe 1.000 absolvierten Partien im Trikot der Oberösterreicher zweifellos zu den prägenden Figuren der Vereinsgeschichte. Zwischen den Pfosten ist Rasmus Tirronen nach wie vor die Nummer eins, während Logan Roe in der Defensive als zentrale Schaltstelle fungiert. Neu im Kader ist Ryan MacKinnon, ein routinierter Kanadier, der bereits in der AHL, ECHL sowie in der slowakischen Extraliga Erfahrung sammeln konnte und zusätzliche Stabilität bringen soll. Offensiv setzen die Black Wings auf bewährte Qualitäten: Graham Knott, Brian Lebler und Shawn St-Amant zählen weiterhin zu den verlässlichsten Punktegaranten, ergänzt durch den physisch starken Powerforward Travis Barron, der aus der ECHL nach Linz wechselte. Eine spannende Personalie stellt zudem Aljaž Predan dar. Der in Salzburg ausgebildete Slowene spielte in der vergangenen Saison unter Ex-VSV-Trainer Marcel Rodman eine äußerst erfolgreiche Spielzeit in Zell am See und konnte dort nachhaltig aufzeigen, gewann sogar den Meistertitel. Auffällig ist zudem der enge Villach-Bezug im Linzer Kader: Mit Gerd Kragl (2017/18), Luis Lindner (Nachwuchs), Thomas Höneckl (2012–2015), Julian Pusnik (Nachwuchs), Andreas Kristler (Nachwuchs sowie 2006–2011) und Tim Geifes (2022–2024) standen gleich mehrere Akteure bereits im blau-weißen Trikot auf dem Eis. Linz hat sich zudem im Saisonverlauf mit Yohann Auvitu verstärkt. Der 36-jährige Franzose kam bereits gut in Fahrt und sammelte in 13 Spielen 1 Tor und 10 Assists als Verteidiger. Insgesamt bringt Auvitu, der 121 Länderspiele für Frankreich absolviert, einiges an Erfahrung und Qualität in die Mannschaft. Auch historisch zählen die Black Wings zu den traditionsreichsten Klubs des österreichischen Eishockeys. 2003 und 2012 sicherten sich die Linzer den österreichischen Meistertitel, in den vergangenen fünf Spielzeiten erreichten sie dreimal die Playoffs – zweimal endete der Weg im Viertelfinale, einmal erst im Halbfinale.
Opponents and Stats to Watch:
Die Steinbach Black Wings Linz zeichnen in dieser Saison als ein Team mit vielen Auf undAbs. Nach einer sehr erfolgreichen Vorsaison, in der man im Viertelfinale Ligagröße Graz ausschaltete und den KAC bis ins siebte Spiel forderte, läuft es in dieser Spielzeit noch nicht rund. Dennoch präsentieren sich die Linzer in den Special Teams passabel: Das Powerplay arbeitet mit einer Erfolgsquote von 22,61 % und liegt damit auf Rang sechs der Liga, die Unterzahl mit 80,31 % auf Platz acht. Speziell offensiv ist das Team gut aufgestellt. Mit 123 erzielten Toren rangieren sie in diesem statistischen Vergleich auf Tabellenplatz sieben, und ihre Scoring Efficiency von 10,95 % ist ligaweit die drittbeste. Die wichtigsten Offensivkräfte sind dabei altbekannt: Graham Knott ist mit 37 Spielen, 20 Toren und 26 Assists (46 Punkte) weiterhin der klare Topscorer und sendet mehr als jeden fünften Schuss (21,3%), den er aufs Tor bringt, auch, ein. Travis Baron folgt mit 36 Spielen, 14 Toren und 23 Assists. Besonders gefährlich für Villach bleibt Brian Lebler, der sogenannte „Villach-Schreck“. In seinen letzten 35 Einsätzen gegen den VSV erzielte er 24 Tore und 14 Assists, bei einer Plus-Minus-Wertung von +18, und liegt damit im Schnitt bei mehr als einem Punkt pro Spiel. Auf der defensiven Seite ist Logan Roe der entscheidende Spieler, mit 39 Spielen, 4 Toren und 16 Assists (20 Punkte) ist er das “Herz” der Abwehr. Schwächen zeigen sich bei den Linzern vor allem im Torhüterbereich und in der Defensive: Mit 127 Gegentreffern stellen sie die viertschwächste Defensive der Liga. Rasmus Tirronen, der bisher 33 Mal das Tor hütete, musste 90 Gegentore hinnehmen, bei einem Gegentorschnitt von 2,82 und einer Fangquote von 89,37 %. Auch sein Backup Thomas Höneckl konnte in sieben Spielen nur bedingt entlasten (Fangquote 84,66 %, Gegentorschnitt 4,49). Zusätzlich zeigen sich die Linzer in den Zweikämpfen leicht unterdurschnittlich: Nur 49,8 % der Duelle gewinnen sie, und bei numerischer Gleichheit auf dem Eis halten sie im Schnitt 2 % weniger Puckbesitz als ihr Gegner.
Blau-Weiße Stats & Facts:
Der EC iDM Wärmepumpen VSV zeigte zu Saisonbeginn noch einiges an Aufholbedarf in den Special Teams, doch besonders im Powerplay konnten die Adler zuletzt aufholen: Von 118 Überzahlsituationen wurden 27 in Treffer umgemünzt, was einer Erfolgsquote von 22,88 % entspricht. In der Unterzahl musste man zwar 27 Gegentore aus 111 Situationen hinnehmen, was eine Erfolgsquote von 75,88 % ergibt und weiterhin unterdurchschnittlich ist, der Aufwärtstrend ist jedoch deutlich erkennbar. Trotz der Fortschritte in den Special Teams bleibt die Scoring Efficiency noch ausbaufähig. Nur 8,71 % aller Torschüsse finden bislang den Weg ins Tor, womit die Adler ligaweit den viertschwächsten Wert vorzuweisen haben. Dennoch zeigt die Offensive mit 113 erzielten Treffern passablen Erfolg und rangiert damit als acht beste Offensive der Liga. Die Defensive bleibt hingegen weiter anfällig: Mit 127 Gegentoren teilen sich die Blau-Weißen den viertschwächsten Wert der Liga, ex aequo mit den Linzern. Im Angriff sind Nikita Scherbak und Adam Helewka die Dreh- und Angelpunkte. Scherbak kommt in 36 Spielen auf 9 Tore und 30 Assists, bei einer Plus-Minus-Wertung von +4. Helewka hat in 35 Partien 17 Treffer und 17 Assists gesammelt, erreicht damit 34 Punkte und weist eine Scoring Efficiency von 14,1 % auf. Auch “Edelgrinder” Nick Hutchison ist ein wichtiger Faktor. In 25 Einsätzen erzielte er 13 Tore und 8 Assists, ist physisch stark mit 2,6 Hits pro Spiel und 1,1 geblockten Schüssen pro Partie, sowie mit 74 Scheibeneroberungen der aktivste Stürmer der Adler. Seine Zweikampfquote in der Offensivzone liegt bei 54,1 %, und in Unterzahl ist er der verlässlichste Akteur in Blau-Weiß: Im Schnitt schlägt es nur alle 12 Minuten und 27 Sekunden mit ihm am Eis ein, und in gar 89,61 % der Unterzahl-Situationen klärt er die Scheibe erfolgreich aus der eigenen Zone. Auf der Torhüterposition bleibt Joe Cannata weiterhin die Konstante der Adler. In 32 Einsätzen kommt er auf einen Gegentorschnitt von 3,16, 100 Gegentore und eine Fangquote von 90,47 %. Zudem parierte er bisher 3,21 Tore mehr, als statistisch von ihm erwartet wurden.
Freitag, 23. Jänner | 19:15
EC iDM Wärmepumpen VSV – Steinbach Black Wings Linz
Stadthalle Villach (Villach, Österreich)