Blau-Weiß verliert in Fehérvár mit 4:5!

m zweiten Spiel des Ungarn-Auswärtsdoppels musste sich der EC iDM Wärmepumpen VSV am frühen Sonntagabend trotz engagierter Leistung knapp geschlagen geben. Gegen Hydro Fehérvár AV19 lieferten sich die Adler ein intensives, phasenweise wildes Duell mit vielen Wendungen, das letztlich mit 4:5 aus Villacher Sicht endete.

  1. Drittel

Dem EC iDM Wärmepumpen VSV waren früh in der Partie gegen Fehérvár AV19 noch die müden Beine des hart erkämpften 4:2-Erfolges gegen Budapest am Vormittag anzumerken, denn der hohe Forecheck der Heimischen setzte den Adlern sofort zu. Bereits in Spielminute zwei bot sich die große Chance zur Führung, als Darren Archibald im Zuge eines 2-auf-1-Konters perfekt bedient wurde, die Scheibe allein vor Joe Cannata jedoch nicht kontrollieren konnte. Der VSV fand in der Folge besser ins Spiel, zweimal prüfte Nick Hutchison Fehérvárs Schlussmann Rasmus Reijola aus spitzem Winkel, echte Gefahr entstand dabei aber nicht (4.).

Kurz darauf ging es Schlag auf Schlag: Brett Budgell kam nach einem Konter aus dem Slot zum Abschluss, brachte jedoch zu wenig Druck hinter die Scheibe und traf Reijola zentral. Auf der Gegenseite wurde es in der blau-weißen Zone erstmals brenzlig, als Max Gerlach von rechts abzog, Cannata parierte und ein Verteidiger in höchster Not vor der Linie klärte. Die erste Unterzahl für die Adler folgte nach einem Haken von Alex Wall, und just in dieser Situation gingen die Ungarn in Führung: Ein Schlenzer von der blauen Linie wurde unmittelbar vor Cannata von Archibald entscheidend abgefälscht und schlug zum 0:1 ein (12.).

Der Ausgleich ließ jedoch nur 41 Sekunden auf sich warten: Wall tankte sich durch die neutrale Zone, legte in den Rückraum, Maximilian Rebernig verzögerte, Kevin Hancock schloss ab, und Nikita Scherbak drückte den Rebound über die Linie. In der Folge flachte die Partie etwas ab, die besseren Halbchancen hatten aber die Adler, unter anderem durch Elias Wallenta von links sowie einen Abschluss aus dem Halbraum. Ein sehenswert ausgespielter 3-auf-2-Konter in Minute 16 blieb ungenutzt, weil Joel Teasdale am Querpass von Alex Wall vorbeiwischte.

Kurz vor Drittelende durfte Villach erneut in Überzahl ran, Adam Falus musste wegen Behinderung auf die Strafbank, und nur 30 Sekunden später traf Rebernig per One-Timer nach perfekter Übersicht von Scherbak zum 2:1. 28 Sekunden vor der Pause musste jedoch Felix Maxa wegen Beinstellens hinaus, und Fehérvár nutzte den Rest der Überzahl: Gerlachs Schuss vom rechten Bullykreis prallte in den Slot, wo Anze Kuralt zum 2:2-Pausenstand einschob.

  1. Drittel

Der zweite Abschnitt begann zerfahren: Spielfluss kam kaum auf, Icings und Abseitsstellungen auf beiden Seiten prägten das Geschehen und ließen folglich keinen wirklichen Spielfluss zu. Ein Fehler im Spielaufbau von Uschan führte schließlich zu einem Breakaway, das Gerlach mit einem platzierten Schuss über die Fanghand von Cannata zur 3:2-Führung nutzte (25.).

Fehérvár blieb gefährlich und kam erneut zu einem 2-auf-1-Konter, Kulmala scheiterte aus dem Slot gleich doppelt an Cannata, auch Nemeth vergab bei einem Net Drive. Doch auch der VSV vermochte wieder offensive Akzente zu verzeichnen: Scherbak brachte die Scheibe scharf in den Slot, Hancock hielt die Kelle hin, Reijola parierte in höchster Not, ebenso den Rebound sehenswert mit der Stockhand. Kurz darauf klatschte ein Direktabschluss von Hancock aus dem hohen Slot noch an die Stange, dem VSV fehlte in dieser Phase des Spiels auch das nötige Quäntchen Glück.

Beide Teams agierten im Anschluss daran mit viel Einsatz, spielerische Höhepunkte blieben aber rar. In Minute 34 gelang Villach dennoch ein sehenswerter Treffer: Helewka legte von der rechten Halfwall quer durch drei Gegenspieler zu Hughes, der am langen Pfosten zum 3:3 einschob. Die Freude hielt jedoch nur 20 Sekunden, denn nach einem Turnover von Wall in der neutralen Zone zog Gerlach aus der Distanz ab und überraschte Cannata hoch auf der Stockhandseite, es stand 4:3 für die Hausherren. Weitere Treffer fielen nicht mehr, folglich ging es mit einem 3:4-Rückstand ins Schlussdrittel.

  1. Drittel

Mit 1:50 Überzahl startete der VSV in den finalen Abschnitt und nutzte diese prompt. Nach 24 Sekunden brachte Lindner die Scheibe von der blauen Linie zum Tor, Rebernig fälschte ab, setzte nach und drückte den Rebound zum 4:4 über die Linie. Nach längerer Überprüfung der Schiedsrichter per Video-Review wurde der Treffer gegeben.

Kurz darauf sorgte eine weitere kuriose Szene für Diskussionen: Mihaly riss Helewka beim Bully den Helm vom Kopf, dieser revanchierte sich mit einem leichten Schubser, dennoch mussten beide Spieler auf die Strafbank. Bei numerischer Gleichheit hatten die Ungarn mehr vom Spiel, Cannata verhinderte mit mehreren starken Paraden den neuerlichen Rückstand, unter anderem bei einer Doppelchance in Minute 45. In der 51. Minute rettete zunächst noch das Gestänge für Villach, als Gerlach aus dem Slot nur die Stange traf.

Wenig später fiel jedoch der nächste Treffer: Richards umkurvte das Tor, legte in den Slot, wo Erdely zum 5:4 einschob. Die Partie wurde zunehmend hitziger, nach einem Stockschlag gegen Cannata kam es zu einer kleinen Keilerei, in deren Folge Archibald zwei Minuten erhielt, Helewka jedoch sogar 2+2 Minuten. Die daraus resultierende Unterzahl überstanden die Adler ohne weiteren Schaden.

In der Schlussphase drängte Villach auf den Ausgleich, blieb aber glücklos. 1:20 vor Schluss nahm der VSV volles Risiko, Cannata verließ das Eis für einen sechsten Feldspieler. Hutchison kam noch aus dem hohen Slot zum Abschluss, scheiterte jedoch an Reijola, auch ein Timeout brachte keine Wende mehr. So mussten sich die Adler nach großem Kampf und trotz ansprechender Leistung mit 4:5 geschlagen geben.

Fehérvár AV19 – EC iDM Wärmepumpen VSV 5:4 (2:2 | 2:1 | 1:2)

Torschützen VSV: Scherbak, Rebernig (PP1), Hughes, Rebernig (PP1)
Torschützen FEH: Archibald (PP1), Kuralt (PP1), Gerlach, Gerlach, Erdely

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