
Blau-Weiß reist mit viel Rückenwind zum Gastspiel nach Graz!
Der EC iDM Wärmepumpen VSV reist am Freitagabend (Beginn: 18:30 Uhr, live auf sporteurope.tv sowie im Radio Kärnten Eishockey-Magazin) zum Gastspiel bei den Moser Medical Graz99ers. Zwei Siege in Serie gegen Salzburg und Vorarlberg haben den Adlern zuletzt Selbstvertrauen und Stabilität verliehen. An diese teils überzeugenden Auftritte soll nun angeknüpft werden, um auch dem nächsten Top-6-Team Zählbares abzuringen. Bereits ein weiterer Erfolg – unabhängig davon, ob nach regulärer Spielzeit oder in der Overtime – würde genügen, um das Heimrecht für die Pre-Playoffs endgültig zu fixieren.
Die Ausgangssituation
Der EC iDM Wärmepumpen VSV geht nach zuletzt zwei Siegen gegen Salzburg und Vorarlberg mit neuem Selbstvertrauen in den nächsten Spieltag. Die Adler rangieren aktuell auf Tabellenplatz acht, haben nach 46 absolvierten Partien 21 Siege und 25 Niederlagen verbucht und halten bei 63 Punkten. Mit einem Torverhältnis von 148:153 (-5) ist die Bilanz zwar weiterhin leicht negativ, die Formkurve zeigt jedoch klar nach oben. Vier Erfolge aus den letzten fünf Spielen unterstreichen den positiven Trend. Der Blick auf die Tabelle verspricht zusätzliche Spannung: Der Rückstand auf die siebtplatzierten Wiener beträgt lediglich einen Punkt, zudem haben die Villacher das direkte Duell für sich entschieden und wären bei Punktegleichheit vorgereiht. Vier Zähler hinter den Adlern lauern die Linzer, gegen die man ebenfalls den direkten Vergleich gewonnen hat. Die Ausgangslage ist somit klar definiert: Ein Sieg nach regulärer Spielzeit oder in der Overtime gegen die Moser Medical Graz99ers würde reichen, um das Heimrecht in den Pre-Playoffs – die im Best-of-3-Modus ausgetragen werden – zu fixieren. Die Adler reisen allerdings zu einem echten Schwergewicht in die steirische Hauptstadt. Graz rangiert auf Tabellenplatz zwei, nur einen Punkt hinter dem EC-KAC. Nach 46 Spielen stehen 32 Siege und 14 Niederlagen zu Buche, 96 Punkte sowie ein Torverhältnis von 158:101 (+57) sprechen eine deutliche Sprache. Mit lediglich 101 Gegentreffern stellen die Grazer zudem die beste Defensive der Liga. Auch die Form stimmt: Vier Siege aus den letzten fünf Spielen, zuletzt ein 4:2-Erfolg gegen Tabellenführer Klagenfurt sowie ein 5:2-Auswärtssieg über Wien. Das direkte Duell präsentiert sich ausgeglichen: Fünf der letzten zehn Begegnungen gingen an die Adler, fünf an die Steirer. Zwei der jüngsten drei Aufeinandertreffen entschieden jedoch die Grazer für sich. Das bislang letzte Duell in Graz am 28. September gewannen allerdings die Villacher denkbar knapp mit 4:3 – Goldtorschütze war damals Alexander Rauchenwald.
Der Gegner
Die Graz99ers treten in der laufenden Saison mit einem nahezu vollständig neu formierten Kader an. Seit dem Einstieg von Mäzen Herbert Jerich in der vergangenen Spielzeit investierten die Steirer gezielt in namhafte Verstärkungen und hoben die Qualität des Teams deutlich an. Trotz des personellen Umbruchs blieben jedoch einige Konstanten erhalten, die weiterhin das sportliche Rückgrat der Mannschaft bilden: Kevin Roy, Marcus Vela, Lukas Haudum, Paul Huber sowie der deutsche Verteidiger Korbinian Holzer sorgen für Stabilität und Struktur. Ergänzt wurde dieses Grundgerüst durch mehrere Akteure mit beeindruckender Vita. Im Angriff zählt Chris Collins zu den zentralen Neuzugängen. Der Kanadier lief vier Jahre lang für die Villacher Adler auf und erzielte in dieser Zeit 70 Treffer. Ebenfalls neu im Kader ist Torhüter Maxime Lagacé, der aus der schwedischen SHL nach Graz wechselte. Der 33-Jährige stand in den vergangenen beiden Jahren bei Färjestad BK zwischen den Pfosten und bringt zudem NHL-Erfahrung aus 20 Einsätzen für Tampa Bay, Vegas und Pittsburgh mit. In der Defensive sorgt Nick Bailen für zusätzliche Qualität und Routine. Der 36-Jährige war bereits in der finnischen Liiga, der DEL sowie der KHL aktiv und kam schon in der Vorsaison phasenweise für die Steirer zum Einsatz. Auch an der Bande vollzogen die Graz99ers im Saisonverlauf einen markanten Schnitt: Trainer Harry Lange wurde durch den Kanadier Dan Lacroix ersetzt. Unter dessen Führung präsentieren sich die Steirer deutlich stabiler und erfolgreicher, was sich in der starken Bilanz seit Mitte November widerspiegelt. Zusätzliche Brisanz erhält das Duell aus Villacher Sicht durch mehrere Akteure mit Adler-Vergangenheit im Grazer Kader: Nicolas Wieser, gebürtiger Villacher, absolvierte den Großteil seiner Nachwuchsausbildung beim VSV, auch Nico Brunner entstammt der Villacher Talenteschmiede, und Chris Collins ging ebenfalls vier Saisonen lang für die Blau-Weißen auf Torejagd.
Opponents and Stats to Watch
Ein Blick auf die Statistik der Moser Medical Graz99ers zeigt ein in vielen Bereichen dominantes Team. Besonders auffällig ist die Effizienz in den Special Teams: Mit 38 Treffern aus 148 Überzahlsituationen und einer Erfolgsquote von 25,68 Prozent stellen die Grazer das beste Powerplay der Liga. Noch beeindruckender präsentiert sich das Penalty-Killing mit nur 21 Gegentoren aus 140 Unterzahlsituationen, was einer Quote von 85,00 Prozent entspricht und ebenfalls Ligaspitze bedeutet. Auch am Bullypunkt sind die Steirer mit einer Faceoff-Quote von 54,44 Prozent ligaweit führend und verfügen durchschnittlich über 2:21 Minuten mehr kontrollierten Puckbesitz pro Partie als ihre Gegner. In der Offensive verteilt sich die Verantwortung auf mehrere Leistungsträger. Lukas Haudum führt das interne Scoring mit 10 Toren und 41 Assists an und weist eine Plus-Minus-Bilanz von +20 auf. Nick Bailen folgt mit 11 Treffern und 39 Vorlagen. Chris Collins und Paul Huber führen mit jeweils 18 Toren die teaminterne Torschützenliste an. Im Tor agiert Maxime Lagacé äußerst stabil, er kommt in 34 Einsätzen auf einen Gegentorschnitt von 2,07 sowie eine Fangquote von 91,73 Prozent, während Nicolas Wieser in 14 Spielen einen Schnitt von 2,17 und 90,75 Prozent aufweist. Insgesamt stellen die Grazer mit durchschnittlich 2,19 Gegentoren pro Partie die beste Defensive der Liga und verfügen bei 157 erzielten Treffern über eine beeindruckende Tordifferenz von +57.
Blau-Weiße Stats & Facts
Der EC iDM Wärmepumpen VSV präsentierte sich zuletzt in bestechender Form und überzeugte insbesondere durch Effizienz und Intensität. 51,13 Prozent aller direkten Zweikämpfe an den Banden konnten gewonnen werden, am Bullypunkt liegen die Adler mit 52,54 Prozent ebenfalls auf hohem Niveau. Gleichzeitig reduzierte die Mannschaft ihre durchschnittlichen Turnovers um 3,8 pro Partie und verließ in 82,31 Prozent der Situationen sauber die eigene Zone. Im Tor überzeugt Joe Cannata mit konstant starken Leistungen. In dieser Saison kassierte er bislang 122 Gegentore bei einem Schnitt von 3,07 und einer Fangquote von 90,92 Prozent. Besonders auffällig ist seine Fähigkeit, erwartete Tore zu unterbieten: In den letzten vier Partien rettete er 4,2 Tore mehr als statistisch erwartet, insgesamt übertrifft er die Erwartungswerte um 6,03 Treffer. Offensiv werden die Adler von mehreren Schlüsselspielern getragen. Adam Helewka führt mit 24 Toren und 21 Assists in 44 Spielen das interne Ranking an, dicht gefolgt von Nikita Scherbak mit 10 Treffern und 33 Vorlagen. Kevin Hancock entwickelte sich zuletzt wieder zu einem Dreh- und Angelpunkt und sammelte in den vergangenen fünf Partien neun Scorerpunkte. In den Special Teams liegt das Powerplay mit 24,26 Prozent Erfolgsquote ligaweit auf Platz zwei, während das Penalty-Killing mit 76,81 Prozent weiter Steigerungspotenzial besitzt. Besonders auffällig bleibt die Fähigkeit der Mannschaft, erwartete Tore zu übertreffen: Aus 3,48 Expected Goals erzielt man im Schnitt 3,75 Treffer pro Partie, während aus 3,8 erwarteten Gegentoren lediglich 2,5 resultieren.
Freitag, 27. Februar 2026 | 18:30 Uhr
Moser Medical Graz99ers – EC iDM Wärmepumpen VSV
Merkur Eisstadion (Graz, Österreich)