Blau-Weiß verliert gegen Salzburg mit 2:5!

Der EC iDM Wärmepumpen VSV startete gegen Red Bull Salzburg zögerlich und zeigte vor allem in den ersten 30 Minuten kein gutes Spiel. Zwar kämpften die Adler im Verlauf des Matches und erzielten zwei Treffer, doch die Chancenverwertung blieb mangelhaft. Salzburg blieb effizient, nutzte einen Penalty und ein Empty-Net-Tor und entführte am Ende mit einem 5:2-Erfolg die drei Punkte aus Villach. Doch bereits morgen gegen Fehervar besteht die große Chance auf Rehabilitation und wichtige Punkte!

1. Drittel

Mit einer Trauerminute für den kürzlich verstorbenen ehemaligen VSV-Stürmer Jason Lafrenière begann die Begegnung zwischen dem EC iDM Wärmepumpen VSV und Red Bull Salzburg in der Villacher Stadthalle. Die Vorzeichen konnten kaum gegensätzlicher sein: Die Adler gingen als Tabellenelfter in die Partie, während die Bullen von Rang drei grüßten. Die erste Großchance gehörte sogleich den Gästen: Thomas Raffl setzte sich mit viel Tempo durch die neutrale Zone, ließ in der Offensivzone zwei Villacher Verteidiger aussteigen und kam vor Joe Cannata sogar noch zum Rückhandabschluss. Der VSV-Schlussmann reagierte jedoch stark und parierte mit der Schulter. Nur wenig später wurde es erneut brenzlig: Corcoran feuerte von der blauen Linie, Cannata ließ prallen, doch St. Denis scheiterte gleich zweimal mit seinen Nachschüssen am glänzend reagierenden Torhüter. Villach setzte im Gegenzug einen gefährlichen Konter: Scherbak legte quer auf Hancock, dessen Direktschuss Tolvanen nur mit Mühe zur Seite abwehren konnte. Nach 5:08 Minuten jubelten schließlich die Salzburger. Raffl brachte die Scheibe von der verlängerten Torlinie in den Slot, wo Nissner gleich dreimal nachstocherte und den Puck mit viel Willenskraft über die Linie drückte. Der VSV zeigte in der Folge mehr Aggressivität im Forecheck, musste in Minute zehn jedoch den nächsten Rückschlag hinnehmen: Troy Bourke entkam der hochstehenden Villacher Defensive, wurde von Huber aus der eigenen Zone ideal bedient und vollendete den Alleingang mit der Backhand zum 0:2. Salzburg dominierte weiterhin das Geschehen, ehe es in Minute 13 nach einer Attacke von Thaler gegen Cannata zu mehreren Auseinandersetzungen kam. Strong und Thaler lieferten sich ein Privatduell, auch Maxa und Auer gerieten aneinander. Kurz darauf erhöhte Salzburg auf 3:0: St. Denis lupfte die Scheibe aus spitzem Winkel von der verlängerten Torlinie ins kurze Eck, Cannata war von dem Schuss gänzlich überrascht. Die beste Villacher Chance hatte van Nes, der nach einer Scheibeneroberung von Neuzugang Budgell zu einem partiellen Breakaway kam, den Puck aber am Tor vorbeisetzte. Folglich ging es für Blau-Weiß mit einem 0:3-Rückstand in die erste Pause.

2. Drittel

Villach kam etwas agiler aus der Kabine und setzte gleich im ersten Shift gute Akzente. Hutchison erkämpfte in der offensiven Zone die Scheibe, MacPherson schlenzte von der blauen Linie in Richtung Tor, doch die Scheibe wurde zur sicheren Beute für Tolvanen. Im Gegenzug, in Spielminute 21, kombinierten die Bullen in Villachs Zone nach Belieben. Coe kam frei im Slot zum Abschluss, Cannata parierte in höchster Not mit der Stockhand, den Rebound klärten die Adler. Villach hatte spielerisch weiterhin wenig entgegenzusetzen. Die wenigen Entlastungsangriffe erstickte die Salzburger Defensive im Keim. Erst in Spielminute 25 gab es wieder eine nennenswerte blau-weiße Offensivaktion: Scherbak legte in der Offensivzone schön auf Elias Wallenta quer, dessen Direktschuss jedoch von einem Salzburger Verteidiger mit dem Schlittschuh geblockt wurde. Unter Dauerbeschuss stand jedoch weiterhin Joe Cannata, der in Spielminute 28 ein Breakaway von Wimmer parieren musste. Der Salzburger kam aus dem Slot zum Abschluss, Cannata wehrte mit der Stockhand ab. Zur Drittelmitte erstarkte Villach. Hughes, Helewka und Hutchison beschäftigten die Salzburger Defensive beinahe eine Minute lang. Zwei Schüsse strichen gefährlich am Tor vorbei, zudem testete Helewka Tolvanen aus spitzem Winkel. Kurz darauf durfte Villach in Überzahl agieren, da St. Denis den Schläger von Thomas Vallant zertrümmerte und für zwei Minuten in die Kühlbox musste. Nur wenige Sekunden später ergab sich die große Chance: van Nes wurde von der Grundlinie perfekt bedient, kam im Slot zum Abschluss, doch Tolvanen parierte sehenswert. Mit 0:26 verbleibenden Sekunden in Überzahl schlug es schließlich ein. Villach ließ die Scheibe zirkulieren, Lindner zog aus dem linken Bullykreis per Handgelenkschuss ab, Tolvanen ließ prallen und Rebernig pfefferte den Rebound aus dem Slot in die Maschen (34.). Die große Chance auf den Doppelschlag hatte Paul Sintschnig, der nach einem traumhaften Aufbaupass zum Breakaway kam, jedoch an Tolvanens starkem Stockhand-Save scheiterte (36.). Salzburg fand danach wieder besser ins Spiel, setzte sich phasenweise in Villachs Zone fest, doch die Adler verteidigten nun strukturierter. Bis auf einen Backhand-Abschluss von St. Denis aus dem Slot gab es wenig Gefährliches zu berichten. Gegen Ende des Drittels musste Hutchison auf die Strafbank – sein Vergehen: übertriebene Härte. Mit einem 1:3-Rückstand ging es für die Adler in die letzte Pause.

3. Drittel

Villach nahm 1:02 Minuten Unterzahl in den Schlussabschnitt mit. Kurz vor Ablauf der Strafe wurde es doppelt gefährlich: Zunächst tankte sich Nissner durch, Cannata parierte den Rückhand-Abschluss souverän. Anschließend ließ der VSV-Goalie einen Fernschuss von Corcoran prallen, Salzburg verpasste den Rebound nur knapp. Die erste große Villacher Gelegenheit hatte van Nes in Spielminute 44. Nach einem blinden Zuspiel von Tolvanen spritzte Rebernig dazwischen, legte in den Slot, doch van Nes verzögerte zu lange und Tolvanen parierte. Villach erstarkte in weiterer Folge. Sintschnig spielte Schneider schwindlig, der Salzburger wusste sich nur mit einem Foul zu helfen und musste wegen Haltens für zwei Minuten in die Kühlbox. Und Villach nutzte das Powerplay nach nur 13 Sekunden. John Hughes behauptete die Scheibe an der verlängerten Grundlinie, obwohl er von zwei Verteidigern bedrängt wurde, und lupfte sie aus spitzestem Winkel perfekt ins kurze Eck. Villach leckte Blut, Salzburg wirkte phasenweise überfordert und wusste sich nur mit Icings zu helfen, doch erneut rückte Joe Cannata in den Mittelpunkt: Er parierte inmitten der blau-weißen Drangphase ein Breakaway von Thomas Raffl, während kurioserweise John Hughes als letzter Mann der Adler hinterherlief. Villach blieb die aktivere Mannschaft und kreierte weitere Chancen, meist jedoch aus weniger gefährlichen Zonen. Den Slot verteidigten die Gäste aus der Mozartstadt konsequent. Trotz zunehmenden Drucks wollte die Scheibe einfach nicht mehr den Weg ins Tor finden. In Spielminute 52 spielte Villach einen Konter erneut gut aus: Wallenta auf Hancock, der zurück auf Wallenta, dessenFlachschuss aus dem Slot von Tolvanen pariert wurde. 7:29 Minuten vor Drittelende folgte dann die kalte Dusche. Schiedsrichterin Kainberger entschied auf Penalty für Salzburg, da Lindner bei einem Salzburger Breakaway zu energisch mit dem Stock arbeitete. Coe verwertete sicher, zog auf Cannata zu, legte auf die Backhand und schoss ein. Villach durfte im Anschluss in Überzahl agieren. Wall tankte sich über rechts durch, zog nach innen, durchkreuzte den Torraum und wurde von Tolvanen per Beinstellen gelegt. Die Adler zogen ein gutes Powerplay auf. Hughes schloss aus dem rechten Rückraum ab, Tolvanen parierte. Lindner glänzte anschließend mit einer Soloaktion, scheiterte aber an der langen Stange. Der so wichtige Anschlusstreffer blieb aus. Kurz darauf musste Salzburg erneut in Unterzahl agieren. Nissner wurde beim Bully verwarnt, beging direkt ein zweites Vergehen und musste wegen Spielverzögerung für zwei Minuten in die Kühlbox. Villach nahm volles Risiko, agierte mit sechs Feldspielern gegen vier, da auch Cannata seinen Kasten verließ. Doch statt des erhofften Anschlusstreffers schlugen die Gäste ins verwaiste Tor ein und fixierten damit  den 5:2-Endstand. Salzburg nahm somit drei Punkte aus der Villacher Stadthalle mit.

EC iDM Wärmepumpen VSV – EC Red Bull Salzburg 2:5 ( 0:3 | 1:0 | 1:2 )

Torschützen VSV: Rebernig (PP1), Hughes (PP1)

Torschützen RBS: Nissner, Bourke, St. Denis, Coe (PS), Nissner (EN(

 

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