
Blau-Weiß verliert in Graz mit 0:2!
Der EC iDM Wärmepumpen VSV musste sich am Freitagabend auswärts bei den Moser Medical Graz99ers mit 0:2 geschlagen geben. In einer äußerst schnell geführten Partie hielten die Adler lange gut dagegen, scheiterten jedoch wiederholt am starken Torhüter Lagacé, während auf der Gegenseite Ex-Adler Chris Collins gleich zweimal zuschlug.
1. Drittel
Die Frühphase des Auftaktdrittels verlief äußerst ruhig, wenngleich sich die Hausherren rasch ein spielerisches Übergewicht erarbeiteten. Die besseren Chancen fanden dennoch zunächst die Adler vor: Lindner klopfte in Minute zwei mit einem Fernschuss von links an. Auf der Gegenseite kombinierten sich die Grazer zweimal sehenswert durch, einmal stellte Wall entscheidend den Schläger in den Weg, einmal parierte Swette nach einem Scherbak-Icing einen Abschluss vom linken Bullykreis (4.). Die erste Top-Gelegenheit gehörte jedoch Villach: Ein Puck prallte im Slot von Hora ab, Teasdale reagierte am schnellsten und legte quer zu van Nes, der aus aussichtsreicher Position an einer starken Parade von Lagacé scheiterte (5.). Im direkten Gegenzug lief ein 2-auf-1-Break der Grazer, die Scheibe versprang jedoch vor Swette. In weiterer Folge erspielten sich die Steirer mehr Spielanteile, zwingende Möglichkeiten blieben jedoch aus, da der blau-weiße Defensivverbund kompakt stand und bissig in den Zweikämpfen agierte. Hancock setzte mit einem schnellen Vorstoß von links ein Ausrufezeichen, sein Abschluss blieb im Slot gefährlich liegen, wurde jedoch geklärt (7.). Richtig brenzlig wurde es nach einem Haudum-Fernschuss, der zwar am Tor vorbeiging, jedoch von der Bande hinter dem Gehäuse gefährlich in den Slot sprang. Swette entschärfte den Rebound mit einer Glanzparade. Es folgte eine Phase Grazer Dauerdrucks, in deren Mittelpunkt immer wieder der Villacher Schlussmann stand. In Minute zehn rettete er gleich doppelt in höchster Not, zwei Minuten später parierte er einen wuchtigen Distanzschuss von Holzer. Nach einem Grazer Turnover bot sich Villach eine Doppelchance: Teasdale eroberte die Scheibe, kam selbst zum Abschluss, kurz darauf vereitelte Lagacé auch einen Budgell-Schuss aus dem Slot. Die Adler wurden nun stärker. Hancock tankte sich durch die neutrale Zone bis vors Tor, wurde per Haken gestoppt – es folgte eine Überzahl für Villach (15.). Trotz verbessertem Passspiel blieben die großen Möglichkeiten aus, lediglich ein One-Timer von Scherbak aus voller Fahrt sorgte für Gefahr. Je ein Breakaway auf beiden Seiten folgte: Swette parierte mit der Maske gegen Conley, Helewka scheiterte am Beinschoner von Lagacé. In der Schlussminute prüfte Rebernig nach Zuspiel von Scherbak nochmals den Grazer Goalie, ehe Swette mit einem Doppelsave gegen Koch (blaue Linie) das 0:0 in die erste Pause rettete.
2. Drittel
Die Adler starteten mit einer guten Offensivsequenz, Uschan brachte einen Fernschuss aufs Tor, der gefährlich im Slot liegen blieb. Graz antwortete mit zwei einstudierten Spielzügen, ehe Villach nach einer Hughes-Halbchance in Unterzahl musste, er unterband einen Konter mit einem Haken (24.). Die Defensive hielt dem steirischen Druck aber stand, dreimalbefreiten sich die Adler durch Wallenta, Maxa sowie einen technischen Fehler der Hausherren. Bei numerischer Gleichheit lauerte Villach auf Fehler und wusste die Unsauberkeiten im Grazer Spielaufbau immer wieder für sich zu nutzen: Scherbak profitierte von einem Turnover und kam aus dem Slot zum Direktschuss, Lagacé parierte (26.). Nur Sekunden später wurde Katic im Slot perfekt bedient, scheiterte jedoch ebenfalls am starken Goalie. Es ging Schlag auf Schlag: Nach Scheibenverlust von Uschan kam Schiechl zum Abschluss, Swette parierte, auch Ganahl brachte den Rebound nicht unter. Im Konter setzte Lindner Wallenta ein, der über links in die Zone zog, beide Abschlüsse – von Wallenta und Lindner – blieben jedoch erfolglos (32.). Dann der Rückschlag: Lindner stand in der neutralen Zone zu hoch, wischte über die Scheibe, Collins zog alleine auf Swette zu und traf halbhoch auf der Fanghandseite zur Führung (32.). Graz spielte sich in einen Rausch, vier Abschlüsse in einer Sequenz – Swette hielt mit starken Paraden dagegen (33./34.). Villach fand offensiv kaum Lösungen, Entlastungsangriffe verpufften meist bereits in der neutralen Zone. Swette musste weiter Schwerstarbeit verrichten, wurde in Minute 38 unsanft zu Boden gebracht, konnte jedoch weiterspielen. Hora und Moosbrugger prüften ihn erneut, ohne Erfolg. Eine Überzahl für Villach – Krainz traf van Nes mit dem Schläger im Gesicht – brachte zwar gute Scheibenstafetten und Kombinationen, aber keine zwingenden Abschlüsse. Mitten im Powerplay musste Lindner, nach einem Scheibenverlust von Scherbak, wegen Stockschlags auf die Strafbank. Mit einem 0:1-Rückstand ging es in die zweite Pause.
3. Drittel
Mit 1:43 Minuten in Unterzahl startete Villach ins Schlussdrittel, überstand diese Phase jedoch ohne nennenswerte Gefahr. Bei numerischer Gleichheit dominierten weiterhin die Grazer, ließen den Adlern kaum Raum zur spielerischen Entfaltung. Abschlüsse aus spitzem Winkel – etwa von Hutchison – stellten Lagacé vor keine Probleme. In Minute 46 schlug Graz dann erneut zu: Nach einem Stellungsfehler der Villacher traf Collins im Slot nach idealem Schiechl-Zuspiel aus der Rundung zum 2:0. Sekunden später verhinderte Swette mit einer sensationellen Fanghand-Parade gegen Currie nach einem 2-auf-1-Konter das vorzeitige K.o. Villach bemühte sich um Offensivakzente, blieb jedoch zu ungefährlich. Van Nes versuchte es vergebens mit einem „Net Drive“, Swette parierte auf der Gegenseite gegen Vela. Eine vielversprechende 3-auf-1-Situation der Adler wurde durch eine Strafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis zunichtegemacht (52.). Auch diese Unterzahlsituation – inklusive eines Privatduells zwischen Hutchison und Ganahl – überstand der VSV. Swette hielt in just jener numerischen Unterlegenheit gegen Hora und Vela (54.). Mehr als drei Minuten vor Schluss ging Villach volles Risiko und nahm den Torhüter vom Eis. Vela traf beinahe ins leere Tor, setzte die Scheibe jedoch an die Stange. In der Schlussphase blockte Scherbak einen Collins-Schuss auf das verwaiste Gehäuse, auf der Gegenseite wurden ein One-Timer von Hancock sowie weitere Versuche abgewehrt. Trotz Timeout gelang der Anschlusstreffer nicht mehr. Am Ende musste sich der VSV in Graz mit 0:2 geschlagen geben, die Entscheidung um das Heim- und Pick-Recht in den Pre-Playoffs wurde somit vertagt.
Moser Medical Graz99ers – EC iDM Wärmepumpen VSV 2:0 (0:0 | 1:0 | 1:0)
Torschützen VSV: –
Torschützen G99: Collins, Collins