
Blau-Weiß verliert letztes Spiel im Grunddurchgang mit 0:1!
Der EC iDM Wärmepumpen VSV musste sich am Sonntagabend zuhause gegen den HC Falkensteiner Pustertal trotz großem Einsatz knapp mit 0:1 geschlagen geben. In einer intensiven und von hohem Tempo geprägten Begegnung erarbeiteten sich die Adler zahlreiche hochkarätige Chancen, fanden jedoch kein Mittel gegen einen überragenden Eddie Pasquale im Kasten der Südtiroler. Die Gäste nutzten ihre Möglichkeit im ersten Drittel eiskalt und brachten den knappen Vorsprung über die Zeit.
1. Drittel
Kein Abtasten zu Beginn der Partie: Der EC iDM Wärmepumpen VSV bekam es mit einem von Beginn an aggressiv auftretenden HC Pustertal zu tun. Die Gäste kamen mit voller Kapelle, setzten die Adler mit gefährlichem Forecheck unter Druck und prompt folgte die erste Strafe. In Minute zwei verlor Nico Uschan hinter dem eigenen Tor die Scheibe, John Hughes beförderte sie bei der Kläraktion über die Spielfeldumrandung und musste wegen Spielverzögerung zwei Minuten zusehen. Villach verteidigte die Unterzahl sehr solide, hielt die eigene blaue Linie aggressiv und ließ keine nennenswerte Chance zu. Bitter allerdings: Guus van Nes bekam kurz vor Ablauf der Strafe einen Puck ins Gesicht, verließ blutüberströmt und schmerzverzerrt das Eis. Mit Ablauf der Strafe wurde erstmals Eddie Pasquale geprüft, ein Fernschuss von links außen kam gefährlich vors Tor, Joel Teasdale kam beinahe an den Rebound. Pustertal spielte sich zwar immer wieder in der Villacher Zone fest, doch die Adler hielten die Gäste konsequent außen. Gefährlicher war Blau-Weiß: In Minute sieben tankte sich Budgell über das gesamte Eis durch und schloss vor Pasquale gefährlich ab. Den Führungstreffer erzielten jedoch die Gäste: Saracino und Bardreau überspielten mit viel Speed die Defensive, Saracino legte perfekt in den rechten Halbraum, wo Austin Osmanski halbhoch in die lange Ecke einschoss. Es blieb gefährlich vor Joe Cannata: Rok Ticar setzte sich durch, legte zurück auf Glira, dessen Direktschuss Cannata mit dem Blocker parierte. Auch Villach blieb brandgefährlich und kam zu einer Doppelchance: Elias Wallenta legte quer auf Philipp Lindner, Pasquale parierte aus dem Bullykreis, danach eroberte Budgell im Forecheck die Scheibe, Teasdale scheiterte aus dem Slot an der Schulter des Goalies. In Minute zwölf kehrte van Nes mit Vollvisier zurück und sorgte für Szenenapplaus. Kurz darauf eroberte er in der Offensivzone die Scheibe und legte perfekt quer, doch Teasdale vermochte den bereits am Boden liegenden Pasquale nicht zu bezwingen. Gegen Ende des Drittels wurde es zunehmend ruppiger. Nach zwei harten Checks kassierte Nikita Scherbak auf der Spielerbank eine Zweiminutenstrafe wegen Schiedsrichterbeleidigung. Villach überstand die Unterzahl, zweimal kamen Rueschhoff und Ierullo gefährlich vors Tor, Cannata blieb jeweils Sieger. Mit 0:1 ging es in die erste Pause.
2. Drittel
Abschnitt zwei begann mit frühem Druck der Gäste, die Cannata gleich zweimal testeten. Unter höhnischem Applaus durfte Villach dann in Überzahl agieren, Adam Almquist saß wegen Haltens zwei Minuten in der Kühlbox. Das Powerplay blieb jedoch harmlos, bis auf einen Bauerntrick-Versuch von Adam Helewka kam nichts Zählbares zustande. Im Gegenteil: Cannata wollte das Spiel schnell machen, spielte die Scheibe jedoch direkt auf das Blatt von Saracino, der aus dem Slot gefährlich abschloss und den Goalie beinahe überraschte. Bei numerischer Gleichheit war Villach absolut ebenbürtig. Vor allem die Linie Teasdale–Budgell–van Nes arbeitete enorm viel und sorgte für die meiste Gefahr. In Minute 26 steckte Teasdale die Scheibe steil, van Nes kam fast an den Rebound, die Südtiroler klärten gerade noch rechtzeitig. Der hohe Forecheck der Gäste sowie die „Neutral Zone Trap“ erschwerten geordnete Zonenaustritte und Offensivsequenzen. Erneut Überzahl für Villach gab es, nachdem van Nes bei einem partiellen Breakaway klar gehalten wurde. Kurz darauf folgten sogar knapp 45 Sekunden doppelte Überzahl. Helewka hämmerte per One-Timer vom rechten Bullykreis, Budgell kam fast an den Rebound, Pasquale blieb Sieger. Auch Mark Katic zog mehrfach von der Blauen ab, doch kein Rebound fand den Weg ins Netz. Auf der Gegenseite folgte ein Breakaway für Almquist, Cannata parierte, die Scheibe kullerte gefährlich an der Torlinie entlang. Ein weiteres Breakaway vereitelte der VSV-Goalie mit einem starken Fanghand-Save. Trotz zahlreicher Möglichkeiten blieb das Powerplay torlos, mit dem 0:1 ging es in die zweite Pause.
3. Drittel
Der Schlussabschnitt begann ruhig, ehe in Minute 43 erstmals die Querstange für die Gäste rettete: Thomas Vallant legte perfekt in den Slot, Teasdale tankte sich durch und setzte die Scheibe aus der Halbdrehung per Backhand an die Latte – Pasquale wäre geschlagen gewesen. Kurz darauf fehlte hinter dem Tor die Abstimmung zwischen Cannata und Lindner, beinahe wäre der Puck im leeren Tor gelandet, im Verbund verhinderten die Adler jedoch Schlimmeres. Villach erhöhte den Druck, viele Abschlüsse kamen jedoch aus der Distanz. Helewka versuchte es von der blauen Linie, Katic hämmerte mehrfach von außen, Rebernig fälschte ab – das Spielgerät ging knapp drüber. Wallenta umkurvte das Tor, legte in den hohen Slot zurück, van Nes nahm direkt, doch Pasquale fing im Rückwärtsfallen sensationell mit der Fanghand. In Minute 53 musste Budgell wegen Beinstellens auf die Strafbank. Villach spielte stark in Unterzahl, hatte mehr Scheibenbesitz als der Gegner und kam sogar zu einer guten Chance, doch erneut blieb Pasquale Sieger. Unglaublich dann die nächste Gelegenheit: Teasdale und van Nes legten in den Slot zu Budgell, der alleine zum Abschluss kam, doch wieder war die Fanghand des Gästegoalies Endstation. 2:06 Minuten vor Schluss nahm Villach Cannata vom Eis, doch auch mit sechs Feldspielern gelang kein Durchbruch mehr. Parallel sicherten sich die Vienna Capitals mit einem 3:2-Sieg nach Verlängerung in Klagenfurt das Pick-Recht, und da die Graz99ers auswärts in Linz gewannen, war Platz acht für die Adler einzementiert – inklusive Heimrecht in den bevorstehenden Pre-Playoffs. Trotz großem Kampf musste sich Blau-Weiß am Ende mit 0:1 geschlagen geben.
In den am Mittwoch beginnenden Pre-Playoffs trifft der achtplatzierte EC iDM Wärmepumpen VSV auf die neuntplatzierten Linzer. Die Serie wird im Best-of-3-Modus ausgetragen, das heißt, wer zuerst zwei Siege einfährt, steigt ins Viertelfinale auf. Spiel eins steigt am Mittwoch, 4. März, in Villach, Spiel zwei folgt am Freitag, 6. März, auswärts in Linz. Sollte ein drittes Spiel notwendig sein, kommt es am Sonntag, 8. März, zur entscheidenden Partie im „Adlerhorst“.
EC iDM Wärmepumpen VSV – HC Falkensteiner Pustertal 0:1 (0:1 | 0:0 | 0:0)
Torschützen VSV: –
Torschützen HCP: Osmanski