Helewka-Hattrick bringt Villach 6:2-Sieg zum Jahresauftakt!

Nach zuletzt sieben Niederlagen in Serie feierte der EC iDM Wärmepumpen VSV endlich den ersehnten Befreiungsschlag. Gegen den HC TIWAG Innsbruck zeigten die Adler von Beginn an viel Tempo, setzten die Gäste unter Druck und dominierten über weite Strecken. Helewka glänzte mit einem Hattrick, Hutchison und Hughes sorgten für weitere Treffer. 

1. Drittel

Villach startete mit viel Tempo und Joe Cannata zwischen den Pfosten in das Auftaktdrittel und setzte die Tiroler von Beginn an mit aggressivem Forecheck unter Druck. Bereits in der ersten Spielminute bot sich die große Möglichkeit zur Führung: Hughes profitierte von einem Innsbrucker Turnover, kam aus dem Slot jedoch nicht zum Abschluss, da ein Verteidiger im letzten Moment den Schläger dazwischenbrachte. In der zweiten Minute mussten die Adler erstmals in Unterzahl agieren. Scherbak wurde in der offensiven Zone gelegt, revanchierte sich mit einem Cross-Check und kassierte zwei Strafminuten. Die besten Chancen fanden jedoch weiterhin die Villacher vor: Coatta verlor sowohl an der offensiven als auch an der defensiven blauen Linie zweimal den Puck an Hutchison, der sich allein auf den Weg Richtung Tor machte, jedoch am nominellen Innsbrucker Backup-Goalie Brandner scheiterte. Nach Ablauf der Strafe übernahmen erneut die Adler das Kommando. In der vierten Spielminute prüfte Scherbak Brandner mit einem Schuss von rechtsaußen, traf jedoch nur die Stange, der Innsbrucker Schlussmann hätte mit der Stockhand wohl noch eingreifen können. Offensiv blieben die Gäste weitgehend harmlos, Cannata war bei den wenigen Abschlüssen stets souverän zur Stelle. Villach erhöhte in der Folge den Druck, ließ die Scheibe in der Offensivzone gut zirkulieren und kam zu weiteren Möglichkeiten. Zweimal zog Hughes von der rechten Seite an der blauen Linie ab, beide Male sorgte Hutchison für Verkehr im Slot, doch Brandner parierte sicher (8.). In der 10. Spielminute hatte Strong die Führung auf dem Schläger: Nach starkem Zone Entry von Scherbak kam der Verteidiger im Halbraum zur Direktabnahme, setzte diese jedoch zu zentral an. Auch die vierte Linie rund um Katic, Sintschnig und Tschurnig setzte Akzente. Sintschnig eroberte in der eigenen Zone die Scheibe und leitete den schnellen Gegenstoß ein, Kulda scheiterte anschließend mit einem Blueliner an Brandner, ehe ein verdeckter Abschluss von Katic kurz vor dem Tor geblockt wurde. Die kalte Dusche folgte in der 17. Spielminute: Villach hatte in der offensiven Zone eigentlich alles unter Kontrolle, Vallant chippte die Scheibe Richtung Tor, doch ein Innsbrucker blockte den Versuch. Der Puck sprang bis in die Villacher Zone zurück, wo durch Strong als letzter Mann bereits alles geklärt schien. Witting schlich sich jedoch heran, nutzte die Unordnung zwischen Strong und Cannata eiskalt aus und platzierte die Scheibe unter der Querlatte. Villach ließ die prompte Antwort liegen: Nach einem weiteren Innsbrucker Scheibenverlust an der blauen Linie ergab sich ein 2-auf-1-Konter mit Wallenta und Scherbak, doch der Pass kam zu spät, der Abschlusswinkel wurde zu spitz. So gingen die Adler trotz spielerischer Überlegenheit mit einem 0:1-Rückstand in die erste Pause.

2. Drittel

Der Mittelabschnitt begann unter ähnlichen Vorzeichen wie das erste Drittel: Villach übernahm sofort wieder die spielerische Kontrolle und kam früh zu guten Möglichkeiten. Scherbak und Wallenta tauchten jeweils aus nahezu identischer Position vom linken Bullykreis gefährlich vor Brandner auf, einmal parierte der Innsbrucker Schlussmann mit der Stockhand, einmal rettete die Außenstange. Für die engagierten Offensivbemühungen wurden die Adler in der 24. Spielminute belohnt. Ebner konnte Scherbak nur mit einem Beinstellen stoppen, das folgende Powerplay dauerte gerade einmal vier Sekunden: Helewka gewann das Anspiel am linken Kreis, Scherbak legte punktgenau quer und Helewka hämmerte die Scheibe per One-Timer zum verdienten 1:1 in die Maschen. Villach blieb am Drücker und nutzte das Momentum konsequent. In der 25. Spielminute verloren die Adler zwar zunächst das Anspiel, doch Scherbak eroberte die Scheibe sofort zurück, zog von der Torlinie in den Slot und zwang Brandner zu einer Glanzparade. Nur Augenblicke später fiel die Führung: Nach einem gewonnenen Bully auf der rechten Seite fasste sich MacPherson an der blauen Linie ein Herz und überraschte Brandner mit einem Schuss auf die Fanghandseite, stellte auf 2:1. Auch danach ließ Villach nicht locker. Der Druck auf das Innsbrucker Tor blieb hoch, in der 29. Minute prüfte Lindner Brandner zunächst mit einem Schlagschuss aus dem hohen Slot, kurz darauf mit einem platzierten Handgelenksschuss von rechtsaußen. Wenn Innsbruck gefährlich wurde, dann meist aus Zufallssituationen: Coatta fälschte einen Schlenzer von der blauen Linie direkt vor Cannata gefährlich ab. Mit noch 8:47 Minuten im Mittelabschnitt bot sich den Adlern die große Chance, die Führung auszubauen. Kulda schickte Sintschnig mit einem perfekten Steilpass auf die Reise, der 16-Jährige nahm die Scheibe ideal mit, scheiterte im Alleingang jedoch an Brandner. Immerhin zog er eine Strafe gegen Moberg wegen Stockschlags, Villach durfte also erneut in Überzahl antreten. Im Powerplay erspielten sich die Adler sofort weitere Möglichkeiten: Eine sehenswerte Tic-Tac-Toe-Kombination schloss Helewka per One-Timer von rechts ab, wenig später kam Rebernig nach schnellem Kombinationsspiel aus dem hohen Slot zum Abschluss, beide Male rettete Brandner in höchster Not. Auf der Gegenseite vergaben die Tiroler ihre beste Gelegenheit des Drittels: Coatta entschied sich bei einem 2-auf-1-Konter für den eigenen Abschluss, setzte diesen jedoch deutlich neben das Tor. Villach agierte insgesamt deutlich physischer und zweikampfstärker. Nach weiteren Puckeroberungen kamen Scherbak und Helewka zu guten Abschlüssen, ehe erneut die vierte Linie in den Fokus rückte: Katic arbeitete unermüdlich Räume frei, Tschurnig gewann an der Bande die Scheibe und bediente Sintschnig im Slot, dessen Abschluss nur knapp am Tor vorbeistrich. Mit einer 2:1-Führung und zwei Minuten in doppelter numerischer Unterzahl – wegen eines Cross-Checks von Wall und zu energischer Kritik von Hutchison – ging es für Blau-Weiß in die letzte Pause. 

3. Drittel

In doppelter numerischer Unterlegenheit wurde es für Blau-Weiß sofort brandgefährlich. Nach einer perfekt ausgespielten Kombination verfehlte ein Innsbrucker am langen Pfosten das praktisch leere Tor, kurz darauf donnerte Corbeil die Scheibe aus dem Slot an das Gestänge. Villach schien die heikle Situation bereits überstanden zu haben, doch wenig später schlug es dennoch ein: Corbeil nahm die Scheibe im hohen Slot an und zimmerte sie unhaltbar ins Kreuzeck – Cannata war chancenlos, der Ausgleich zum 2:2 war perfekt. Mit dem Treffer durfte Wall wieder aufs Eis zurückkehren, bei einfacher Unterzahl verteidigten die Adler in der Folge jedoch äußerst diszipliniert. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Postwendend, in der 44. Spielminute, stellte Villach den alten Abstand wieder her. Nach einem schnellen Vorstoß aus der eigenen Zone trat Scherbak über links in die Angriffszone ein, zog nach innen, verzögerte geschickt und legte mustergültig quer auf Helewka, der aus kurzer Distanz zum 3:1 einschob. In der 47. Minute meldeten sich die Tiroler nochmals gefährlich an. Coatta arbeitete in der Rundung stark, bediente den im Slot völlig freistehenden Klassek, dessen Abschluss jedoch zu harmlos ausfiel, Cannata parierte sicher. In der 50. Spielminute schien der Bann dann endgültig gebrochen. Scherbak chippte die Scheibe aus der eigenen Zone punktgenau auf Wallenta, der sie mitnahm und in der Angriffszone quer auf Helewka legte. Der Kanadier traf durch die Beine von Brandner und schnürte damit seinen Hattrick. Villach agierte nun äußerst kompakt, ließ Innsbruck kaum mehr ins Zentrum kommen und verteidigte den Slot mit viel Konsequenz. 2:57 Minuten vor Spielende traf Hutchison nach einer sehenswerten Konteraktion noch die Stange, die Schiedsrichter konsultierten kurz das Videostudium – wohl eines der kürzesten der Ligageschichte – und entschieden korrekt auf kein Tor. Für Innsbruck hatte die Szene dennoch Folgen: Lattner musste wegen Stockschlags für zwei Minuten auf die Strafbank. Das folgende Powerplay nutzten die Adler einmal mehr eiskalt. Nach nur zwölf Sekunden folgte ein echtes Gustostückerl: Helewka spielte aus dem rechten Rückraum scharf zur Mitte, Hutchison hielt den Schläger hinein und fälschte unhaltbar für Brandner ab. Doch damit nicht genug: Kurz darauf stocherte Hutchison die Scheibe in der eigenen Zone frei, zog alleine davon, scheiterte zunächst an Brandner, ehe John Hughes den Abpraller über die Linie drückte. Nach zuletzt sieben Niederlagen in Serie feierte Blau-Weiß damit einen hochverdienten und befreienden Erfolg, feierte also den ersehnten guten Start ins neue Jahr. 

EC iDM Wärmepumpen VSV – HC TIWAG Innsbruck  6:2 ( 0:1 | 2:0 | 4:1)
Torschützen VSV: Helewka (PP1), MacPherson, Helewka, Helewka, Hutchison (PP1), Hughes
Torschützen HCI: Witting, Corbeil (PP2)

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