Spielbericht

Overtime-Spezialist VSV bezwingt auch die Capitals!

Top-Leistung der „Adler“ auch in Wien: Der EC PANACEO VSV konnte nach Féhervár AV 19 nun auch die Vienna Capitals auswärts in der Overtime mit 3:2-Toren besiegen. Martin Ulmer mit einem „Doppelpack“ und Geburtstagskind Jamie Fraser mit dem „Game-Winner“ sorgten für die Entscheidung. 

Die „Adler“ mussten ohne die Rekonvaleszenten Nico Brunner und  Backup-Goalie Lukas Schluderbacher in der Erste Bank Arena in Wien antreten. Dafür stand Erstlinien-Center Patrick Bjorkstrand nach mehr als dreiwöchiger Verletzungspause wieder im Line-up. Die Wiener, die zu Hause erst ein Spiel verloren haben, starteten gleich nach drei Minuten mit einer  Überzahl – Jerry Pollastrone musste wegen Beinstellens für zwei Minuten auf die Strafbank. Doch die „Adler“ zeigten ein hervorragendes Unterzahlspiel, man ließ keinen einzigen Wiener Torschuss zu. Gleich darauf durften auch die Blau-Weißen in Überzahl ran, nachdem Wien-Stürmer Nikolaus Hartl für zwei Minuten in der „Kühlbox“ Platz nehmen musste. Die „Adler“ drückten, spielten schnell und wurden nach einer schönen Kombination mit dem 0:1 (7.) belohnt: Anton Karlsson spielte einen „No-Look-Pass“ auf Martin Ulmer in den Slot, der den Puck im Tor von Wien-Goalie Ryan Zapolski versenkte. Die Capitals wirkten daraufhin verunsichert, machten einige individuelle Fehler. Erst in den Schlussminuten des ersten Drittels wurden sie aktiver und nutzten die erste richtig gefährliche Aktion zum Ausgleich: Ali Wukovits bezwang VSV-Goalie Brandon Maxwell mit einem platzierten Schuss ins lange Eck (19.) Mit dem 1:1-unentschieden ging es in die erste Pause.

Im zweiten Drittel starteten die Wiener mit viel mehr Elan, drängten den VSV ins eigene Drittel. Mehrmals lag der Führungstreffer in der Luft, in Minute 23 war es dann auch soweit: Capitals-Stürmer Brenden Kitchon sorgte für das 2:1. Die Capitals waren jetzt die gefährlichere Mannschaft, hatten zahlreiche Chancen, die besten durch Sondre Olden und durch Mike Zalewski. Doch VSV-Goalie Maxwell war stets auf dem Posten. Erst ab der 35. Minute konnten sich die „Adler“ wieder etwas von den anstürmenden „Caps“ befreien und versuchten nun ihrerseits, mit schnellen Konterstößen den Ausgleich zu erzielen. Das gelang dem VSV auch mit einer Traumkombination: Wie schon beim 0:1 war es wieder Karlsson, der sich den Puck im Angriffsdrittel schnappte, auf seinen kongenialen Linien-Partner Martin Ulmer passte, der mit einem perfekten Schuss ins Kreuzeck den Ausgleich zum 2:2 erzielte. Es blieb nach dem 2. Drittel beim 2:2.

Im dritten Abschnitt starteten beide Teams abwartend und nahmen vorerst nur wenig Risiko – die Defensivreihen dominierten. Die größte Chance in diesem Drittel fand „Caps“-Stürmer Ty Loney erst acht Minuten vor Schluss vor. Er tauchte ganz allein vor VSV-Tormann Maxwell auf, der jedoch mit einem Superreflex die Führung für die Wiener verhindern konnte. Dann waren wieder die „Adler“ an der Reihe: Im Powerplay scheiterte VSV-Stürmer Jerry Pollastrone ganz knapp an Zapolski. Es blieb nach regulärer Spielzeit beim 2:2. Somit ging es in die Overtime: Und da zeigt sich VSV-Kapitän Jamie Fraser an seinem 34. Geburtstag eiskalt – er zog unwiderstehlich vor das Tor von Zapolski und hob die Scheibe gekonnt ins Kreuzeck. Sieg für den VSV!

spusu Vienna Capitals – EC PANACEO VSV 2:3
Tore: Wukovits (19.), Kitchon (23.); Ulmer (7.PP, 37.), Fraser (63.)

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