Fünf Tage nach dem letzten Duell gegen die Vorarlberger (4:3) und drei Tage nach der Niederlage in Salzburg (2:6) ging es für den VSV zu Hause in der 30. Runde gegen die Dornbirn um wichtige Punkte für die Tabelle. In der Partie gegen die “Bulldogs” musste Headcoach Markus Peintner auf Kapitän Niki Petrik, Kyle Beach und Christian Jennes verzichten.  Im Tor standen sich Herzog und Rinne gegenüber.

Die Partie zwischen den Adlern und den Bulldogs begann sehr ausgeglichen. Felix Maxa, der Neuzugang unserer Adler musste zwar in der vierten Minute schon auf die Strafbank, dank einer guten Verteidigungsleistung wurde aber ein Gegentreffer verhindert. Auch nach der Unterzahl ging die Partie ausgeglichen weiter und außer eines Hammers von Labrecque gab es bis zur elften Minute keine wirklichen Highlights. Dann musste Markus Schlacher aufgrund eines Cross-Checks auf die Strafbank. Auch in dieser Unterzahl wurde gut verteidigt und das war noch nicht alles. Verteidiger Miha Stebih leitete in der 12. Minute einen Konter ein, Jordan Hickmott fuhr allein auf Tohüter Rinne zu und versenkte den Puck in Unterzahl zum 1:0 im Netz. Nach dem Treffer war der VSV die aktivere Mannschaft, versuchte gleich in Tor nachzulegen, doch dies gelang vorerst nicht. So ging es mit der 1:0 Führung in die erste Pause.

Im zweiten Drittel begann dann die Zeit von Lukas Herzog. Kurz nach Wiederbeginn (23.) musste Miha Verlic auf die Strafbank, dank guter Verteidigung und tollen Saves von Herzog blieb der 1:0 Vorsprung jedoch bestehen und Sarauer hatte sogar wieder die Chance auf den Shorthander. Die folgenden Minuten waren durch Strafen zerrüttelt. Powerplay VSV – Powerplay Dornbirn – am Ende der Strafe gegen Shields wollte der VSV einen Konter einleiten, aufgrund eines Fehlpasses starteten jedoch die Gästen ebenfalls ihren Gegenangriff und so musste Stefan Bacher, der bereits auf dem Weg zum Wechsel war, umkehren und die beiden Stürmer der Dornbirner, die zu zweit alleine auf Lukas Herzog zufuhren, mit einem Stockschlag stoppen – Strafe (32.). In der folgenden Unterzahl vollbrachte Herzog drei richtige Glanztaten und hielt mit Big Saves an der Führung des VSV fest. Kurz vor Ende der Unterzahl musste sich unser Schlussmann jedoch geschlagen geben und so trafen die Gäste in der 36. Minute zum 1:1. Die letzten vier Minuten im Mittelabschnitt enthielten noch einmal Spannung. Labrecque scheiterte an Rinne und als eine Strafe gegen die Gäste angezeigt war, schaffte es der Puck zwar noch auf die Torlinie, hatte aber zu wenig Geschwindigkeit, um ins Tor zu rutschen. Zeitgleich mit dem Powerplay des VSV endete auch das zweite Drittel mit dem Stand von 1:1.

Der VSV schaffte den besseren Start in den Schluss-Abschnitt, war die aktivere Mannschaft und machte Druck auf die Führung. Die Bulldogs verteidigten aber gut, womit es während der ersten zehn Minuten im dritten Drittel keine großen Chancen gab. In der 50. Minute ermöglichte Arniel ein Powerplay für den VSV. In Überzahl gab es gute Möglichkeiten, Rinne blieb aber weiterhin ohne zweiten Gegentreffer. Dies änderte sich jedoch in der 54. Minute. Die Adler konnten sich im Angriffsdrittel festsetzen, Kromp passte von rechts zur Mitte zu Verlic, dieser leitete die Scheibe nach links hinten zu Hickmott weiter und dieser schnürte mit einem One-Timer seinen Doppelpack zum 2:1 für den VSV. Vier Minuten vor Schluss machte es sich der VSV noch einmal selbst schwer – Unterzahl. Diese Unterzahl konnte aber sehr routiniert und abgeklärt heruntergespielt werden, wodurch die Gäste zu keinem einzigen Schuss kamen. Knapp zwei Minuten vor Ende nahmen die Vorarlberger noch einmal volles Risiko, Rinne ging vom Eis und dennoch konnte der VSV mit einem Spieler weniger ein gutes Eishockey zeigen. Man scheiterte nur knapp am Empty-net-Treffer – Herzog rettete dann noch einmal die Führung, als er bei einem schönen Pass der Gäste, die plötzlich zu zweit vor ihm standen, die Nerven behielt und die Chance entschärfte. Auch die letzten 35 Sekunden wurden cool heruntergespielt und so sicherten sich unsere Adler drei wichtige Punkte gegen die Dornbirn Bulldogs – 2:1.

Bereits am Freitag geht es auswärts in Znaim mit der letzten Runde vor Weihnachten weiter.

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